Dabei handelt es sich um die Firma Würth - einen Spezialist für Montage- und Befestigungsmaterial. Sie zieht vom Goldenen Feld in die E.-C.-Baumann-Straße um.

Es sind nur noch ein paar Haufen Bauschutt, die sich auf dem Gelände in der E.-C.-Baumann-Straße türmen. Dort, wo sich einst die Weberei Häßler befand, sind seit Monaten die Abbruchbagger zu Gange. Rund 8000 Quadratmeter Fläche werden freigemacht für Betriebsansiedlungen.

Das Gelände der früheren Weberei Häßler befindet sich zwischen der A.T.U.-Autowerkstatt und der Jugendwerkstatt und nur einen Steinwurf vom Media Markt entfernt. Die Mainleus Invest GmbH hat das Grundstück vom früheren Eigentümer Aunde gekauft.

Von den 8000 Quadratmetern wird auf 2500 Quadratmetern direkt neben A.T.U. das neue Würth-Fachmarktzentrum errichtet. Auf 700 Quadratmetern Verkaufsfläche werden dort für Kunden aus Handwerk, Bau und Industrie unter anderem Schrauben, Schraubenzubehör, Dübel, chemisch-technische Produkte, Möbel- und Baubeschläge, Werkzeuge, Bevorratungs- und Entnahmesysteme angeboten.

Im Oktober 2020 haben nach den Worten von Mainleus-Invest-Geschäftsführer Sebastian Türk die Abbrucharbeiten auf dem Gelände begonnen. "Wetterbedingt hat sich das etwas gezogen", erklärt er. Eigentlich sollte schon Mitte Dezember alles weg sein.

Beim Abriss wird großer Wert auf eine sortenreine Trennung der Baustoffe gelegt. "Das ist nicht immer ganz einfach", sagt Türk und erhält Zustimmung von Vorarbeiter Thomas Krauß vom Bayreuther Abrissunternehmen Vogel, der mit seinem Greifer gerade dabei ist, große Betonbrocken zu zerkleinern. Alles werde sortiert, Beton, Ziegel, Dachpappe, Holz... Sowohl händisch als auch maschinell sind die Arbeiter dabei am Werk. Was geht, wird recycelt. Beton wird wenn möglich wiederverwendet, das Holz landet im Wärmekraftwerk. "Natürlich wird vorher analysiert, ob sich das Material für die weitere Verwendung eignet", erklärt er.

Die Firma Würth wird das Gebäude dort nicht selbst bauen, sondern nur mieten. "Mit dem Umzug möchten wir unseren Standort verbessern und das 2020 neu eingeführt Einrichtungskonzept auch in Kulmbach umsetzen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Modernität und darauf, positive Einkaufserlebnisse für unsere Kunden zu schaffen: Handwerker sollen schneller ihre Wunschprodukte finden und einen guten Überblick über den Laden haben", heißt es aus der Unternehmenszentrale in Künzelsau.

Was genau ist geplant? Auf einer Verkaufsfläche von rund 700 Quadratmetern können die Kunden ihren Sofortbedarf in dem neuen Abholshop dauerhaft decken. Das Sortiment der Niederlassung wird vergleichbar zu dem in anderen Würth-Abholshops sein und umfasst rund 5000 Artikel.

Die Mitarbeiter am jetzigen Standort im Goldenen Feld werden den Umzug begleiten und dann im neuen Abholshop arbeiten. Das bedeutet, dass vorerst keine neuen Arbeitsplätze entstehen werden. Die Eröffnung ist für Ende 2022 geplant.

Die Adolf Würth GmbH & Co. KG ist Spezialist für Montage- und Befestigungsmaterial mit über 125 000 Produkten und über 650 000 Kunden aus Handwerk, Bau und Industrie. Das Unternehmen ist marktführend in Deutschland und beschäftigt über 7400 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz beläuft sich auf rund 2,2 Milliarden Euro.

Für das Areal in der E.-C.-Baumann-Straße 2b gab es schon früher Pläne. Vor fünf, sechs Jahren hatte die Stadt Kulmbach den Abbruch der Industriebrache genehmigt. Der Neubau eines Postverteilzentrums und einer Dekra-Prüfstation waren damals vorgesehen.

Wer neben Würth noch auf das Gelände ziehen wird, das verrät Sebastian Türk noch nicht. "Es gibt weitere Pläne, mit denen wir zur gegebenen Zeit an die Öffentlichkeit gehen werden", erklärte er.