Eine Baustelle, die sich über zwei Jahre gezogen hat, geht nun ihrem Ende entgegen: die Hochwasserfreilegung Purbach. "Voraussichtlich sind wir Ende des Monats fertig", sagt Ingo Wolfgramm, der Leiter der Tiefbauabteilung der Stadt. Momentan sind Arbeiter dabei, den Humus für die Grünanlagen zu verteilen. Den "Oberboden andecken", wie es im Fachjargon heißt. "Schön grün" soll dort wieder alles werden, erklärt Wolfgramm. Als letzte Arbeiten werden noch Pflastersteine gelegt und die Deck/Asphaltschicht auf der Straße aufgebracht. Ziel der Baumaßnahme ist es, den Hochwasserschutz für den Ortsteil Blaich zu verbessern. Die Gesamtkosten für Stadt und Stadtwerke belaufen sich zehn Millionen Euro.

Über dem Omnibus-Bahnhof ist Großbaustelle: Das erste und zweite Obergeschoss werden saniert. Momentan laufen die Trockenbauarbeiten, werden Heizung, Sanitär-, Lüftungs- und Sprinkleranlagen auf den jeweils 1600 Quadratmetern installiert. Langfristig sollen die Räumlichkeiten für Kunst und Kultur genutzt werden, für eine Übergangszeit werden zunächst aber Studenten hier Vorlesungen besuchen. Vorlesungssäle werden ebenso untergebracht wie Bibliotheksräume und Büros. "Bis Ende Juni 2021 soll alles fertig sein, dann kann die Uni einziehen", erklärt Architekt Stefan Eckl von der Arbeitsgemeinschaft der Büros H2M und Eckl und Fichtl. Ein Ziel ist es, trotz Sanierung das Flair des Industriebaus zu erhalten.

Bald beginnt eine neue Baustelle in zentraler Lage: der komplette Vollausbau der Buchbindergasse - der Verbindung zwischen Eku-Platz und Marktplatz. Dort befinden sich unter anderem das italienische Restaurant "Alla Rustica" sowie der Nebeneingang zum "Woolworth". "Durch die Baustelle Eku-Platz hat die Straße gelitten, es gibt Spurrinnen", erklärt Ingo Wolfgramm, der Leiter der Tiefbauabteilung der Stadt Kulmbach. Es würden sich nach Regenfällen Pfützen bilden, durch sie hindurchfahrende Autos die Fassaden vollspritzen. Die Bauarbeiten sollen Anfang September starten. Optisch werde die Straße dem Eku-Platz angeglichen und wieder gepflastert.

Im Ortsteil Burghaig ist ein weiterer Straßen-Vollausbau geplant - von Buchenweg und Lärchenweg. Bislang waren die Wege nur geschottert, was einen hohen Unterhaltsbedarf durch den Bauhof nach sich gezogen hat.

Die sicherlich auffälligste Baumaßnahme in der Stadt Kulmbach ist der Abriss des "Bilka". Beim früheren Kaufhaus sind die Bagger im Einsatz, die das jahrelang leer stehende Gebäude dem Erdboden gleich machen.

Die Entkernung des Komplexes und die Schadstoffentsorgung sind bereits abgeschlossen, jetzt laufen die reinen Abbrucharbeiten. Bis Ende September soll der Abriss erfolgt sein, bis Ende des Jahres der Abtransport des Materials abgeschlossen werden. Rund 1000 Lkw-Fahrten sind nötig, um die 25 000 bis 30 000 Tonnen Beton und etwa 800 Tonnen Baustahl abzutransportieren.

Wie es mit dem Gelände im Herzen der Stadt weitergeht, steht noch nicht fest. Hier muss der Stadtrat eine Entscheidung fällen.

Von Grund auf saniert worden ist das Gebäude der Volkshochschule in der Bauergasse. "Bis Ende September soll der Betrieb weitestgehend aufgenommen werden", erklärt Bernd Ohnemüller, der Leiter der Hochbauabteilung der Stadt, mit Blick auf die Baustelle, die im Sommer 2018 begonnen hatte. Für eine unliebsame Überraschung in der Bauphase hatte der Hausschwamm gesorgt, der während der Arbeiten entdeckt worden war und beseitigt werden musste. Derzeit laufen noch die Putzerarbeiten im Außenbereich und der Ausbau im Inneren des Gebäudes. Bereits in dieser Woche - voraussichtlich heute - soll schon ein erster Teil des Außengerüsts verschwinden.

Grund für die Sanierung: Es fehlte ein behindertengerechter Zugang, und die energetische Ausstattung war ebenso wenig zeitgemäß wie die technische Ausstattung der Unterrichtsräume.