Die Köpfe der Zebras prangen plastisch auf der Leinwand, ein Motiv mit Wiedererkennungswert. Nur einen Pinselwurf entfernt hingegen lassen ein paar nur schemenhaft umrissene Formen nicht sofort etwas Gegenständliches im Kopf des Betrachters einrasten. Gerlinde Fick-Meyer aus Fürth führt den Spatel über einen Holzrahmen. Die gelernte Fotografin experimentiert mit Ruß, verwendet Eierschalen für ihre Werke. "Aus dem Bauch heraus geschieht das, wird auch mal wieder übermalt", tupft sie als Erklärung hin.
Sie gehört zu den 17 Kunstschaffenden, die die große Hofstube der Plassenburg zum Atelier umfunktioniert haben. Der Bund Fränkischer Künstler hält hier noch bis Samstag sein siebtes Symposium ab. In den Räumen riecht es nach Ölfarben. An den Wänden hängen Hinterglas-Malereien, auf Podesten stehen Figuren mit verzerrten Proportionen, erdacht und gestaltet von Anita Magdalena Franz.