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Marktleugast
Kommunalwahl

Keine Stichwahl: Franz Uome siegt in Marktleugast

Der Amtsinhaber von der CSU schafft es im ersten Durchgang und verweist seinen Vorgänger Norbert Volk und Reiner Meisel auf die Plätze - ohne in die Stichwahl zu müssen.
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Franz Uome (CSU) kann sich freuen: Er hat im ersten Wahlgang in Marktleugast den Chefsessel im Rathaus verteidigt. Foto: privat
Franz Uome (CSU) kann sich freuen: Er hat im ersten Wahlgang in Marktleugast den Chefsessel im Rathaus verteidigt. Foto: privat

Selbst der Gewinner hätte nicht gedacht, dass das Ergebnis so eindeutig ausfällt und es keine Stichwahl gibt: Franz Uome (CSU) kann den Chefsessel im Marktleugaster Rathaus verteidigen - ohne in die Stichwahl zu müssen. Uome sicherte sich im ersten Wahlgang gleich die absolute Mehrheit (56,61 Prozent) und verwies Norbert Volk von der Wählergemeinschaft Marktleugast (26,78 Prozent) und Reiner Meisel von den Freien Wählern (16,61 Prozent) auf die Plätze.

Ansporn für die nächsten Jahre

"Ich habe nicht gedacht, dass es bei drei Kandidaten so glatt ausgeht", erklärte der Amtsinhaber in einer ersten Stellungnahme, nur um dann gleich hinzuzufügen: "Ich bin froh, dass es geschafft ist und ich durch meine Arbeit die Mehrheit der Bürger überzeugen konnte." Der Wahlausgang sei für ihn ein Ansporn für die nächsten sechs Jahre. Er werde das überaus große Vertrauen auch künftig zu würdigen wissen.

Wahlentscheidend war nach Ansicht von Franz Uome, dass er seine Versprechen aus dem Wahlkampf vor sechs Jahren umgesetzt habe. "Das ist jetzt honoriert worden."

Über 100 WhatsApp-Nachrichten

Großes Ziel ist für den 65-Jährigen weiterhin die Stabilisierung der Finanzen und die Weiterführung der Projekte, die angestoßen wurden. Hier nannte Uome die Arztpraxis mit Begegnungsstätte ("Ein 2,5-Millionen-Euro-Projekt") und die neue Hofstelle mitten im Ort, die gemeinsam mit der Bevölkerung umgesetzt werden soll. "Es wurde so viel in die Wege geleitet", erklärte Uome, der im FC-Sportheim in Marktleugast feierte und über 100 Glückwunschnachrichten auf das Handy bekommen hatte.

Wundenlecken dagegen bei Reiner Meisel. "Das habe ich so nicht erwartet", kommentierte er den Ausgang der Abstimmung. Das Ergebnis sei schockierend - auch weil es schlechter als vor sechs Jahren ausgefallen sei. Warum das so ist, das konnte er nicht nachvollziehen. Zumindest eine Stichwahl habe er erwartet - mit ihm als Kandidaten. "Das war das Ziel, und das haben wir nicht erreicht. Aber das ist Demokratie."

Gemeinderats-Ergebnis abwarten

Welche Konsequenzen er aus der Wahl ziehen wird? "Dazu ist es noch zu bald. Schauen wir mal, wie sich der Gemeinderat zusammensetzt." Auch wenn der Abend nicht so verlaufen war, wie er es sich erhofft hatte - die Brotzeit im Schützenhaus ließ sich Meisel trotzdem schmecken.

Trotz verlorener Wahl - einen Grund zum Feiern hatte Norbert Volk dennoch: "Ich bin vor drei Tagen Pensionär geworden", sagte er im Sportheim des SV Marienweiher, in das er zurückgekehrt war, nachdem er Uome zum Wahlsieg gratuliert hatte. "Auch wenn der Wahlkampf etwas derb in der Wortwahl geführt wurde."

Dennoch: "Die Zahlen sprechen für sich", sagte Volk mit Blick auf die 1036 Stimmen, die Uome erhalten hatte, und auf seine 490. Meisel bekam nur 304 Voten.

Uome habe wohl damit punkten können, Fördergelder nach Marktleugast geholt und die Schulden abgebaut zu haben, spekulierte Volk. "Das hat er im Wahlkampf gut verkauft."

"Junge und gute Mannschaft"

Seine Hoffnung setzt Norbert Volk, der vor Uome Bürgermeister von Marktleugast war, nun auf die Gemeinderatswahl. "Mal abwarten, ob wir unsere vier Sitze halten konnten." Und wenn hier das Ergebnis passe, dann könne er sich durchaus vorstellen, sich mit Blick auf die "junge und gute Mannschaft" etwas zurückzuziehen.

Und als Fazit erklärte er: "Die Sache ist abgehakt, mein Leben geht weiter."