Im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 wird der zweite Bauabschnitt der Gesamtmaßnahme Ortsumfahrungen Kauerndorf und Untersteinach nur noch im weiteren Bedarf aufgelistet - und zwar mit dem Vermerk "Alternativen prüfen". Das heißt: Die Bauarbeiten für die von vielen ersehnte Ortsumgehung Kauerndorf werden nicht vor 2030 beginnen. Das will die Interessengemeinschaft Umgehung B289 Kauerndorf nicht hinnehmen und plant einen Protestmarsch am Samstag, 18. Juni, ab 13 Uhr.


"Situation ist untragbar"

Manfred Hahn gehört zu dieser Interessengemeinschaft. Er macht keinen Hehl aus seiner Unzufriedenheit. "Die aktuelle Situation ist untragbar und zeigt doch mehr als deutlich den Handlungsbedarf.
An der Einmündung von Kauerndorf auf die B289 geht ja gar nichts mehr." Es sei Zeit, auf die Änderung der Pläne der Bundesregierung zu drängen und den Willen der Bürger im wahrsten Wortsinn auf die Straße zu tragen.

Geplant ist deshalb ein Zug durch die Gemeinde. "Wir haben vor, die Bundesstraße halbseitig zu begehen, eine Runde hin und zurück. Die Kundgebung ist offiziell angemeldet und genehmigt, die Polizei als Begleitung dabei", sagt Hahn. Man wolle keinesfalls die Autofahrer verärgern, deswegen findet der Protest auch nicht zu Zeiten des stärksten Berufsverkehrs statt. Dankbar sind die Initiatoren, dass sich auch der Ködnitzer Gemeinderat daran beteiligt und die Bürgerinitiative unterstützt. "Wir hoffen auf eine große Beteiligung aus der Bevölkerung", sagt Hahn.

Für die Umgehung Kauerndorf der B289 waren in den Genehmigungsverfahren alle möglichen Alternativen geprüft worden - mit dem Ergebnis der Tunnel-Lösung. Diese sei sowohl für die Anlieger als auch die Verkehrsteilnehmer aus Richtung Fölschnitz, die von häufigen Staus betroffenen sind, die beste Lösung, so die Interessengemeinschaft. Daher drängen die Befürworter der Tunnel-Lösung zur Aufnahme der Umgehung in den "Vordringlichen Bedarf" des Bundesverkehrswegeplans 2030, damit der zweite Bauabschnitt zeitnah umgesetzt werden kann.

Der Protestmarsch in Kauerndorf setzt sich am Samstag, 18. Juni, um 13 Uhr in Bewegung. Im Anschluss ist eine Kundgebung in der Ortsmitte nahe der B289 vorgesehen. Eingeladen wurden neben den Bürgern die zuständigen Politiker sowie benachbarte Bürgermeister.