Während der deutsche Pharma-Riese Bayer sich gerade den US-Konzern Monsanto einverleiben und dafür 62 Milliarden Euro hinblättern will, erlischt Monsantos Lizenz zum Gelddrucken womöglich bald, jedenfalls in Europa: Glyphosat, der meistverkaufte Unkrautvernichter weltweit, steht wegen angeblich gesundheitsgefährdender Wirkung zumindest auf der Kippe. Die Bundesregierung ist uneins darüber, ob sie eine weitere Zulassung für das Herbizid befürworten soll oder nicht.
Eine Hängepartie, die nicht zuletzt die Landwirte trifft - und nervt. "Wenn der Stoff tatsächlich die Gesundheit gefährdet, dann gehört er natürlich verboten", sagt Wilfried Löwinger, Landwirt aus Altenreuth und Kulmbachs Kreisobmann im bayerischen Bauernverband. Und er hängt gleich ein "aber" an: "Aber wenn, dann muss es für alle verboten sein, und zwar überall auf der Welt.