Seit Helga Hofmann und ihr Bratwurststand, die viele Jahre beim Bahnhof standen, in Rente gegangen sind (Helgas Rost bleibt für immer kalt/8. Dezember/infranken.de), ist wieder ein Stück Geschichte aus Kulmbachs Straßen verschwunden. Solche fahrbaren Bratwurstbuden gibt's so nirgends mehr.

Heutzutage sind es - verglichen mit früher - regelrechte Bratwurstpaläste. Dort bekommt man nicht nur die Kulmbacher Spezialität, sondern vieles mehr dazu. Unsere historische Aufnahme vom Marktplatz, die 60 bis 70 Jahre alt sein dürfte (hinten links ist die Rathaustreppe zu sehen), beweist, dass seinerzeit Bratwurst pur angesagt war. Von wegen Pommes oder Bier und Limo - ein Handwagen, ein Grill und eine Tüte für die Bratwurststollen mussten reichen.

Was sich seit damals nicht geändert hat: Geratscht wird nach wie vor, wenn man ein Paar, eingezwickt im halben oder ganzen Stollen, mit oder ohne Senf bestellt.