Bürgermeister Frank Wilzok (CSU) spricht von einem Vorzeigemodell. "Viele haben sich nach dem Kulmbacher Konzept erkundigt, um auch eröffnen zu können." Der Freibadbetrieb in Corona-Zeiten läuft reibungslos - dank des Sicherheits- und Hygienekonzepts und des disziplinierten Verhaltens der Badegäste, heißt es in einer Zwischenbilanz der Verantwortlichen.

Maximal 700 Personen dürfen ins Bad. Gezählt werden die Besucher über eine Lichtschranke. Hier wird darum gebeten, die Lichtschranke nur einzeln zu durchschreiten, nicht nebeneinander. So können Zähl-Ungenauigkeiten vermieden werden.

Im Internet kann man sich ständig über die aktuelle Gästezahl informieren (www.stadtwerke-kulmbach.de, rechts "Besucherzähler Freibad" anklicken).

Ins Schwimmer- und ins Nichtschwimmerbecken dürfen jeweils 50 Personen gleichzeitig, ins Kinderplanschbecken zehn und ins Sprung- und Kletterbecken sechs. Es gibt Einbahnstraßen-Regelungen auf den Gehwegen. Die Besucher müssen sich registrieren.

Diese Regelungen gelten seit Eröffnung, in der Zwischenzeit wurden einige Änderungen eingeleitet: So können mittlerweile die innenliegenden Umkleiden und Duschen unter Einhaltung der Mindestabstände genutzt werden. Zudem dürfen nun Kinder ab 12 Jahren (vorher 14 Jahre) ohne Begleitung eines Erwachsenen ins Bad. Die Wärmehalle wurde geöffnet. Ein Pavillon des BRK-Kreisverbands sorgt jetzt für Schatten vor dem Kassenbereich.

Wie Stephan Pröschold, der Leiter der Stadtwerke, erklärte, habe es für das Konzept fast nur positive Rückmeldungen gegeben. Es sei bislang nur selten vorgekommen, dass der Zugang aufgrund der Besucherzahlen geschlossen werden musste. Und selbst in diesen Fällen habe die maximale Wartezeit nur eine halbe Stunde betragen. Er dankte den Freibad-Mitarbeitern, die die Einhaltung der Corona-Regelungen neben ihren normalen Aufsichtspflichten überwachen müssten. Wenn viel Betrieb erwartet wird, seien zusätzliche Sicherheitskräfte vor Ort. Die hätten jedoch bislang nicht eingreifen müssen.

Unterstützung erfahren die Freibad-Mitarbeiter von BRK und DLRG, wofür sich Bürgermeister Frank Wilzok bedankte.

Trotz allen Aufwands hat sich nach den Worten von Stephan Pröschold die Entscheidung gelohnt, das Freibad zu öffnen. "Wir konnten dadurch unseren Kunden für ihre Treue etwas zurückgeben und für etwas Stabilität beim Freizeit- und Sportangebot in Kulmbach sorgen." Und die ganzen Neuerungen hätten sogar etwas Gutes. Pröschold: "Man konnte neue Konzepte ausprobieren, die man eventuell in die Zukunft mitnehmen kann."

In einem Statement zog Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD) zufrieden Bilanz: "Da wir wissen, wie schwierig die Kinderbetreuung für Familien in diesem Jahr war, war es für uns klar, dass wir alles dafür tun mussten, um das Freibad so bald wie möglich öffnen zu können. Neben ohnehin günstigen Eintrittspreisen und zusätzlichen, vielfältigen Familienvergünstigungen gehört auch das zu meiner Zielsetzung, Kulmbach zu einer besonders familienfreundlichen Stadt zu entwickeln."

Verbandsrat Stadtrat Lothar Seyfferth verwies darauf, dass das Kulmbach Freibad als erstes in Oberfranken eröffnet hatte.