Warum die Melkendorfer Umgehung, die erst im November 2018 für den Verkehr freigegeben worden war, schon wieder asphaltiert wurde? Eine Frage, die sich viele Auto- und Lkw-Fahrer gestellt haben, als sie in der vergangenen Woche mit der Sperrung der Melkendorfer Umfahrung konfrontiert wurden und während der zweitägigen Bauphase wieder den Weg durch den Ort nehmen mussten.

In der Gewährleistungspflicht

Wie ein Sprecher des Staatlichen Bauamts in Bayreuth auf Anfrage mitgeteilt hat, waren es keinesfalls unübliche Nachbesserungsarbeiten, die die zuständige Baufirma im Rahmen der Gewährleistungspflicht vorgenommen hat.

"Flickenteppich"

Nachgebessert wurde, aber besser ist zumindest für den Laien die Straße dadurch nicht geworden. Dass der frische Asphalt dunkler ist als der auf der alten Fahrbahndecke - für alle nachvollziehbar. Anwohner wie Autofahrer wundern sich allerdings darüber, dass die Übergänge von der neuen auf die "alte" Schicht nicht flüssig, sondern eher holprig sind. "Vor der Sanierung war das nicht der Fall. Das ist ein Witz, dass die Straße nach eineinhalb Jahren schon ein Flickenteppich ist", sagt ein Melkendorfer, der namentlich nicht genannt werden will.

"Das darf doch nicht sein

Er bemängelt auch ein leichtes "Klack-Klack"-Geräusch, das auf der knapp drei Kilometer langen Umgehung bei der Überfahrt von der alten auf die neue Deckschicht verursacht wird. "Das darf doch nicht sein, wenn man bedenkt, dass das eine neue Straße ist, die über 15 Millionen Euro gekostet hat."

Das sagt das Staatliche Bauamt

Bleibt der Zustand der Ortsumfahrung nun so? Oder muss die Nachbesserung nachgebessert werden? Eine Frage, die wir dem Staatlichen Bauamt gestellt haben. "Im Anschluss an die ausgeführten Gewährleistungsmaßnahmen an der Fahrbahndecke wird noch eine Prüfung der Ebenflächigkeit durchgeführt", sagt Behördenleiter Kurt Schnabel: "Ein eventueller Nachbesserungsbedarf kann beurteilt werden, sobald hierzu ein Ergebnis vorliegt."