Eine Einbruchserie hält seit sechs Wochen Sportvereine und Polizei im Landkreis Kulmbach in Atem: Seit 4. Dezember hat die Kripo zehn Fälle von Sportheimeinbrüchen auf dem Tisch. Am 9. Januar haben die Täter mit ihrem zehnten Einbruch den TV Guttenberg heimgesucht - es dürfte ihr letzter Coup gewesen sein.

Mit Hochdruck ermittelt

Seit Dezember hat die Ermittlungsgruppe der Kulmbacher Polizei mit Hochdruck daran gearbeitet, den Serieneinbrechern das Handwerk zu legen. Die Fahndung ist nun offenbar erfolgreich gewesen. "Es hat Festnahmen und Durchsuchungen gegeben", bestätigt die Bayreuther Kripo. Weitere Details zu den Ermittlungen, zu den Verdächtigen und zum Verbleib der Beute wollen Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch bekanntgeben. Am Dienstag sind die mutmaßlichen Täter dem Haftrichter vorgeführt worden und befinden sich demnach im Gewahrsam der Justiz.

Die Serie der Einbrüche hat Ende 2012 begonnen. Am 4. Dezember sind Unbekannte in das Sportheim des VfR Katschenreuth eingedrungen. Im Abstand von wenigen Tagen sind danach der TSV Wirsberg (10. Dezember), der FC Kirchleus und der SSV Peesten (13. Dezember), der FSV Danndorf und der FC Schwarzach (14. Dezember), der TSV Melkendorf (16. Dezember), der BSC Kulmbach (29. Dezember), der VfB Kulmbach (4. bis 6. Januar) und der TV Guttenberg (9. Januar) Opfer der Einbrecher geworden.

Schnaps und Gänse

Der bei den Einbrüchen angerichtete Sachschaden summiert sich inzwischen auf 12.500 Euro. Der Entwendungsschaden beträgt etwa 11.000 Euro. Gestohlen worden ist aber nicht nur Geld, die Einbrecher haben auch Fernseher, Computer, Stereo anlagen und sogar geringwertige Güter mitgehen lassen. Nicht einmal gefrorene Gänse, die man beim TSV Wirsberg für die bevorstehende Weihnachtsfeier in der Tiefkühltruhe eingelagert hat, oder Schnapsflaschen sind vor den Tätern sicher gewesen. Dafür haben sie volle Bierkästen stehengelassen.

In den meist abgeschieden gelegenen Sportheimen ist es für die Einbrecher nicht schwer gewesen, sich Zugang zu den Gebäuden zu verschaffen. Sie haben dann in Ruhe arbeiten und die Objekte durchsuchen können. Für die Vereine ist es schwer, sich davor zu schützen. Was sie besonders ärgert, ist die Tatsache, dass meist der Sachschaden höher ist als der Wert der Diebesbeute.

Die Polizei ist immer davon ausgegangen, "dass es sich um ein und dieselben Täter handelt. Sie gehen rabiat vor, um sich Zugang zu den Objekten zu verschaffen." Spuren und Hinweise hat die Ermittlungsgruppe dazu genützt hat, um zielgerichtet gegen die Einbrecher vorzugehen.