Ein Kuss auf die Wange und der Berliner Bezirksbürgermeister von Charlottenburg, Reinhard Naumann, rückte den Rathausschlüssel heraus. Das war am 11.11. vergangenen Jahres. Ein Mainleuser Küsschen in Ehren kann eben niemand verwehren! So sah es auch der Berliner Schlagerstar Frank Zander. Beim großen Berliner Straßenumzug freute sich der Promi über ein Bussi von Andrea II. (Auring), der Prinzessin des Mainleuser Carnevals Clubs (MCC).

Die Närrin aus Kasendorf, die auch über den östlichen Landkreis Lichtenfels mit der Faschingshochburg Weismain regiert, überreichte der Musiklegende ("Hier kommt Kurt") jetzt den Sessionsorden des MCC. Begleitet wurde sie von ihrem Prinzen Rüdiger I. (Gust) und einer Abordnung der Mainleuser Pappnasen mit Gesellschaftspräsident Wolfgang Hartmann an der Spitze.


Wolfgang Gellert lud ein

Am Vorabend des Zuges wurden die Faschingsanhänger aus Franken von einem waschechten Berliner begrüßt und zum Essen eingeladen, der zugleich Senator beim MCC ist und an der Prunksitzung in Weismain teilgenommen hatte: Wolfgang Gellert.

Am nächsten Tag traf man sich um zehn Uhr am Adenauerplatz. Von dort aus bewegte sich der Umzug über den Kurfürstendamm bis hin zum Breitscheidplatz. Die Gäste aus Nordbayern staunten, welchen Stellenwert der Fasching in der Bundeshauptstadt inzwischen hat. Tausende von Berlinern säumten die Straßen, um sich ihre Kamellen abzuholen.

Schlagerstar Frank Zander hatte das närrische Treiben zusammen mit Unternehmen und Geschäftsleuten aus Köln und Berlin organisiert. Nach rund drei Stunden traf der Narrenzug bei der Gedächtniskirche ein.


Rauschende After-Umzug-Party

Dort feierte man bis in die späten Abendstunden eine rauschende After-Umzug-Party. Der MCC lernte bei seinem Ausflug an die Spree Karnevalsvereine aus ganz Deutschland kennen, und man tauschte allerhand Orden aus.