Zugegeben, ein bisschen ordinär ("Drei weiße Tauben, die machen Guru, drei weiße Tauben, die sch... mich zu"). Zugegeben, nichts für Tierschützer ("Drei weiße Tauben und ein Gewehr, drei weiße Tauben, die sch... nie mehr").

Am Dienstag beim Gregoriusfest in Thurnau sorgte ein einziges Täubchen für - naja, sagen wir mal Stimmung an unserem Tisch. Wir hatten uns ein schattiges Plätzchen unter einer Linde rausgesucht. Pech nur, dass im Geäst des Baumes eine Taube saß, die offenbar Probleme mit ihrem Verdauungstrakt hatte. In regelmäßigen, immer kürzer werden zeitlichen Abständen sonderte der Vogel Ausscheidungen ab. Zack, auf die Uhr. Zack, auf den Arm. Zack auf den Tisch.
Zack, zack, zack.

Ich muss sagen, die Gaudi war groß. Wann würde es wen oder was als nächstes treffen? Aber auch Vorwürfe machten die Runde: Wer hatte diesen Sch...-Platz rausgesucht? Alle Versuche, die Taube mittels Klopfzeichen am Stamm oder einer Haargummi-Zwistel (als Geschoss diente übrigens die alte Eintrittskarte von der Bundes-Taubenschau in Leipzig) zu vertreiben, schlugen fehl. Schwerere Geschütze durften wir nicht auffahren - meine Frau ist Mitglied im Landesbund für Vogelschutz.

Am Ende zog beziehungsweise flog das Scheißerchen weiter und der Spuk war vorbei. De EAV würde texten: Guru, guru, guru - über unserem Tisch war wieder Ruh.