"Wahnsinn! Das ist ja klasse, ich freu' mich riesig." Die Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Neudrossenfeld, Christine Herold, kann es kaum glauben, dass Neudrossenfeld die Goldmedaille im Bezirksentscheid "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden" gewonnen hat und damit zu den schönsten Orten Oberfrankens zählt.

"Es waren so viele gute Dörfer dabei, jeder hat etwas vorzuzeigen. Die Konkurrenz war hart", sagt sie. Umso mehr freut sie der Erfolg, der gleichzeitig natürlich eine große Motivation für den anstehenden Landesentscheid 2015 ist. "Wir warten jetzt auf den genauen Bescheid mit der Bewertung und werden sehen, wo es hakt. Dann werden wir die kritisierten Sachen verbessern und wieder unser Bestes geben", verspricht Christine Herold und hofft darauf, dass die Vereine wieder wie beim Bezirksentscheid gemeinsam anpacken.


Anforderungen steigen weiter

Sie weiß auch darum, dass die Anforderungen immer mehr steigen. "Neudrossenfeld hat viel zu bieten, das muss man der Kommission entsprechend präsentieren, dass es gut ankommt", freut sie sich schon auf die neue Herausforderung.

Warum der Ort im Rotmaintal gepunktet hat, hat die Bewertungskommission folgendermaßen begründet: "Neudrossenfeld nutzt das kulturelle bauliche Erbe für die Weiterentwicklung der gesamten Ortschaft. Beispielhaft ist die Verbindung von alter Bausubstanz und neuer Architektur. Die üppige Eingrünung der Baugebiete und die ideenreiche ökologische Grüngestaltung des Schulgeländes sind vorbildlich", heißt es in der Stellungnahme, die vom Gartenbauzentrum Bayern Nord in Kitzingen versandt wurde.

Natürlich ist auch Bürgermeister Harald Hübner (CSU) von der Goldmedaille begeistert. "Das ist ganz hervorragend und eine Auszeichnung für den Ort und die Vereine. Denn einen Bezirkswettbewerb zu gewinnen, ist außergewöhnlich."

Nachdem er auch noch nicht so lange Bürgermeister sei, freue ihn so ein Ergebnis gleich zu Beginn seiner Amtszeit besonders. "Mein Dank geht an die Gartenbauvereine und die anderen Vereine, die den Ort so gut präsentiert haben. Und an die Verwaltung, die den Prospekt ausgearbeitet hat, den wir zum Wettbewerb eingereicht haben", betont Hübner.

Intensiv Gedanken machen

Ihm ist klar, dass man für den Landesentscheid "eine Schippe drauflegen muss". Es gelte sich noch intensiver Gedanken zu machen, an den Vorträgen und Rundgängen zu feilen. "Der Bezirkssieg ist ganz klar eine gewaltige Motivation und zeigt, dass wir mit der Gemeindegestaltung und der Anlage der Baugebiete den richtigen Weg eingeschlagen haben", betont er. "Auf das zweifache Gold im Kreis- und Bezirkswettbewerb können wir stolz sein", so Hübner abschließend.

Der Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden" fand heuer bereits zum 25. Mal statt.

Die Bewertungskommission im Regierungsbezirk Oberfranken besuchte vom 2. bis 23. Juli insgesamt 19 Orte. Verliehen wurden Medaillen in Gold, Silber und Bronze. Aus dem Verbreitungsgebiet der Bayerischen Rundschau gewannen noch der Weismainer Ortsteil Görau sowie Tüschnitz (Markt Küps) eine Bronzemedaille.

Fünf Themenbereiche

In fünf Themenbereichen wurden die Ortschaften bewertet. Dabei wurde in allen Orten die wachsende Identität mit der Heimat, die in ein hochmotiviertes ehrenamtliches Engagement mündet, als sehr erfreulich gesehen.