Wozu also der Aufwand? - Will man Schramms Motive erkunden, erhält man von ihm nur eine Auskunft: Er wolle das Projekt voranbringen.

Dass er damit öffentlich Tempo macht - und dabei auch den zuständigen Zweckverband nebst dessen Vorsitzenden Klaus Peter Söllner unter Druck setzt - sagt er nicht. Das Gutachten eines Stuttgarter Fachbüros, das mögliche Standorte für ein Parkhaus untersucht, gibt es inzwischen. Nun müsste sich die Zweckverbandsversammlung in der Tat damit befassen, was sie am kommenden Freitag in ihrer nächsten Sitzung wohl aber noch nicht tun wird.

Und Schramm weiß auch, dass die Gegner des Parkhauses angekündigt haben, notfalls erneut gegen den Standort zu klagen. Kann der Zweckverband dem Verwaltungsgericht dann dicke Unterschriftenlisten vorlegen, mag auch das Eindruck machen.
Schließlich: 2014 sind Kommunalwahlen, denen sich der heuer im Amt bestätigte Schramm zwar nicht stellen muss. Wohl aber seine CSU, die jetzt schon klar zu machen versucht, dass sie handelt.

Gehandelt haben sie und der Zweckverband allerdings tatsächlich erst, wenn das Parkproblem am Klinikum einvernehmlich gelöst ist. Dass der eher auf Konsens bedachte Landrat da lieber einen Moment länger überlegen möchte, kann man ihm nicht verübeln. Denn schließlich hat ein Gerichtsurteil schon einmal für kräftige Verzögerung gesorgt. Vielleicht lässt sich eine Wiederholung ja vermeiden. Dazu muss man allerdings aktiv(er) werden - jetzt!