Sie wissen ja, liebe Leserinnen und Leser, dass wir Journalisten am liebsten Skandale aufdecken, Vetternwirtschaft anprangern oder Verschwendung von Behörden öffentlich machen. Die Bandbreite reicht vom Pferdefleisch in der Lasagne und dem Desaster beim neuen Berliner Großflughafen bis zur Geburtstagsfeier, die sich ein oberbayerischer Landrat von der Sparkasse bezahlen lässt. Eine wahre Fundgrube ist stets das Schwarzbuch, in dem der Bund der Steuerzahler die Verschwendung von Steuermitteln auflistet - zuletzt auch die Bamberger Löwenbrücke, die 6,7 Millionen Euro teuerer geworden ist.

Was aber nicht heißen soll, dass wir betriebsblind wären. Wenn ein Volksvertreter oder ein Beamter etwas bewegt, dann schreiben wir es auch.

Womit wir beim Thema wären - genauer: beim Staat lichen Bauamt Bayreuth.
Dessen Straßenbauer haben auf der B289 bei Mainleus und Schwarzach zwei Ampeln hingestellt, die nicht billig waren (gut 400.000 Euro), aber auch nicht dem Vorurteil entsprechen, dass sie die Autofahrer zur Weißglut bringen. Die Ampeln sind so clever gesteuert, dass Wartezeiten praktisch nicht auftreten. Manchmal schaltet die Anlage schneller auf Grün, als der Fahrzeuglenker schauen kann. So wollen wir das haben.