Die Premiere des turbulenten Theaterstückes "Psychostress und Leberwurst" war in den letzten Tagen und Wochen das beherrschende Thema in Kupferberg, Wirsberg und Umgebung. Doch was die vier Damen und fünf Herren am Samstagabend in der ausverkauften Stadthalle in Kupferberg auf die Bühne brachten, übertraf wohl alle Erwartungen.


Akteure zogen alle Register

Die neun Akteure zogen alle Register ihres schauspielerischen Könnens und brachten mit ihren deftigen und schlagfertigen Aussagen das Publikum dermaßen zum Lachen, dass kein Auge trocken blieb. Die Rollen waren den Laienschauspielern geradezu auf den Leib geschrieben und wurden von ihnen in Profimanier in Szene gesetzt. Rundum, es war ein vergnüglicher und unbeschwerter Abend, bei dem keiner sein Kommen bereute. Wer Interesse hat: Es gibt noch Karten für alle folgenden sechs Aufführungen, vor allem für kommenden Samstag, 28. Januar.


Aus Bayreuther Klinik ausgebüxt

Zur Geschichte: Der Witwer Vinzenz Vilsbauer (Thomas Steinlein) wohnt mit seinen beiden Kindern Rosi (Theresa Gabeli) und Benno (Stefan Karnitschky) am Vilsbauernhof in Kupferberg. Plötzlich erscheint Gundula Störrisch (Stefka Kodisch) und behauptet, sie sei hier zu Hause! Die Zuschauer merken bald, dass sie einen Dachschaden hat. Und prompt stellt sich heraus, dass Gundula aus einem Heim für psychisch Kranke in Bayreuth ausgebüxt ist.

So arbeiten alle natürlich intensiv daran, die Dame wieder loszuwerden, selbst die Polizei wird zu Hilfe gerufen. Doch der ebenfalls alarmierte Anstaltsarzt Dr. Archibald Hirnbrand (Markus Ittner) steckt versehentlich den Dorfgendarmen Waldemar Hasenschreck (Willi Pöhlmann) in die Klapsmühle.

Im Laufe des Stückes stellt sich heraus, dass die besagte Dame Gundula gar nicht so gefährlich ist, wie man zunächst angenommen hatte. Das Publikum erfährt, dass Gundula nur ihr Erinnerungsvermögen verloren hat und als harmlos eingestuft werden kann. Trotzdem ist man sich einig: Eine wildfremde Frau kann doch nicht einfach hier am Kupferberger Hof wohnen, sie muss dahin zurück, wo sie hergekommen ist.


Und noch ein Geburtstag ...

Doch bevor das erledigt werden kann, steht erst einmal der 50. Geburtstag des Vilsbauern an. Und alle wollen zum guten Gelingen des Festes beitragen. Sind da noch die garstige Nachbarin Erna (Martina Rucker) mit ihrem Xaver (Willi Rucker) und die schwerhörige Oma Wally (Doris Holhut). Doch trotz vieler Turbulenzen bleibt ein allerseits gutes und glückliches Ende nicht aus.

Aber da ist ja noch die Sache mit der geheimnisvollen Büchse im Wandschrank, die nach Gundulas Aussagen ein großes Geheimnis birgt...

Wer also wissen will, wie es weitergeht, der muss sich eine Eintrittskarte besorgen und sich das Stück selbst in der Kupferberger Stadthalle anschauen.


Noch sechs Aufführungen

Die weiteren sechs Aufführungen finden jeweils am Samstag, 28. Januar, sowie 4. und 11. Februar um 19.30 Uhr sowie an den Sonntagen, 29. Januar, 5. und 12. Februar, um 14.30 Uhr statt. Einlass ist stets 90 Minuten vor Vorführungsbeginn.

Tickets gibt es bei Willi Rucker in Kupferberg unter der Telefonnummer 09227/4977 und Heidi Holhut in Wirsberg, Telefon 09227/309. Reservierungen sind möglich.