Von ein paar Scharmützeln abgesehen, ließen es Henry Schramm und sein Kontrahent Jörg Kunstmann damit bewenden, den Führungsanspruch der Schwarzen und die eigenen Leistungen herauszustellen. Und die Landtagsvizepräsidentin Inge Aures von der SPD konzentrierte sich hauptsächlich auf die bayerische Politik - und Ministerpräsident Horst Seehofer.
Interessant wird es allerdings, seziert man eine Aussage von FDP-Stadtrat Thomas Nagel. Der hat die Sanierung der Tiefgarage - was auch richtig ist - als eine der großen Forderungen der Liberalen für Kulmbach genannt, im gleichen Atemzug aber eine Verfüllung der Millionen-Baustelle erwogen.
Jawohl, Herr Nagel, damit stößt die FDP die Diskussion des Jahres an: Wohin mit den ganzen Autos, deren Besitzer am liebsten vor der Ladentür parken? Alle hinaus auf den Schwedensteg, dann per pedes den langen, beschwerlichen Weg in die Innenstadt antreten - und mit schwer bepackten
Taschen wieder zurück. Das Ende der Einkaufsstadt Kulmbach?
Freilich hat Nagel eventuelle Nachteile für Einzelhändler im Blick. Doch die werden erst messbar sein, wenn das Loch zugeschüttet ist.
Wenn wir uns eine Sanierung dieser Tiefgarage nicht leisten können - dann gute Nacht, Kulmbach! Und dann können wir die "neuen", überall gültigen Parktickets auch wieder in die Tonne treten