Waffen und Ritterrüstungen sind auf die Burg zurückgekehrt - auch wenn die Zwernitz früher mehr Verwaltungssitz denn richtige Festung war, wie Museumsdirektor Peter Krückmann aus München betont. "Wer in Bayern eine Burg besichtigt, der erwartet aber natürlich, dass auch Ritterrüstungen und Kanonen gezeigt werden", weiß Krückmann, der dafür gesorgt hat, dass diese Erwartungen in Sans pareil nicht enttäuscht werden.
Im neuen Ritterraum der Hochburg können Dauerleihgaben des Bayerischen Armeemuseums beziehungsweise Gegenstände, die im Eigentum der bayerischen Schlösserverwaltung sind, bestaunt werden: Plattenpanzer, die Ritter vom 14. bis 17. Jahrhundert bei Turnieren oder auch im Kampf trugen, Stangenwaffen, Streitkolben und Kanonen, die als Signalwaffen dienten.

Barocke Baukunst


Einen Blick kann man vom Ritterraum jetzt auch auf den Zehntboden werfen. Wofür der früher diente? Er sei nach dem Dreißigjährigen Krieg beim Wiederaufbau errichtet worden, habe Platz für die Naturalabgaben der Bauern geboten, erläutert Museumsdirektor Peter Krückmann, der von der gut erhaltenen Balkenkonstruktion schwärmt, die ein beeindruckendes Beispiel für den hoch entwickelten Holzbau im Zeitalter des Barock sei. Jagdszenen, Waffen, historische Baukunst - Krückmann ist wie Christine Maget von der Schlösserverwaltung in Bayreuth davon überzeugt, dass das Angebot auf der Zwernitz mehr als rund ist und viele Besucher nach Sanspareil locken wird.