Große Aufregung beim Lesewettbewerb der dritten Klassen: Auch in diesem Jahr trafen sich die besten Leserinnen und Leser der Kulmbacher Schulen, um herauszufinden, wer am allerbesten lesen kann.

"Für die sechsten und die achten Klassen gab es solche Lesewettbewerbe auch, deshalb sind wir auf die Idee gekommen, auch für die Drittklässler solch einen Wettbewerb ins Leben zur rufen. Und die Beteiligung ist von Anfang an ausgesprochen gut - auch in diesem Jahr", erklärte die Rektorin der Max-Hundt-Schule Heidi Koblofsky. Zwar mussten einige Schulen passen, weil ausgerechnet am Tag des Lesewettbewerbes Lehrproben waren, doch die, die gekommen sind, gaben ihr Bestes. In diesem Jahr beteiligten sich Schüler aus Burghaig, aus Ziegelhütten, aus der Oberen Schule, aus der Melkendorfer Schule und natürlich aus der Max-Hundt-Schule. Der Wettbewerb wurde wieder einmal im Pavillon der Max-Hundt-Schule ausgetragen.

Die Schülerinnen und Schüler durften sich einen Lesetext selbst auswählen, ein Text wurde vorgegeben. "Wir haben in diesem Jahr ,Lauter Lehrer in der Luft' aus ,Das verrückte Klassenzimmer' genommen. Das ist ein altersgerechter Text", erklärte die Lesebeauftragte Christina Heider.

Die Jury, bestehend aus Christoph Hofmann, Crystal Ramming vom Elternbeirat der Max-Hundt-Schule, Miriam Sattler von der Stadtbücherei und Astrid List von der Max-Hundt-Schule indes tat sich schwer, wirklich den besten Leser ausfindig zu machen. "Das Niveau lag in diesem Jahr wirklich hoch", betonte List und zeigte sich beeindruckt.


Eine spannende Lektüre

Zur besten Leserin wurde schließlich Anna Bär gewählt. Sie besucht die dritte Klasse der Max-Hundt-Schule. "Ich habe das Buch, das ich vorgelesen habe, aus der Bücherei. Überhaupt lese ich oft", erklärte die Neunjährige. Dass sie ausgerechnet "Lola in geheimer Mission" ausgewählt hat, liegt daran, dass sie die Geschichten von Lola einfach gerne mag. "Mir gefällt, dass Lola mit Flo so gut befreundet ist", sagt Anna. Und natürlich findet sie die Geschichten über Lola, die als weltberühmte Geheimagentin Nacht für Nacht die Welt rettet, einfach spannend. Lola versucht in diesem Buch zu verhindern, dass ein Kritiker eine schlechte Kritik über das Restaurant ihres Vaters schreibt.

Dass sich Lola dabei ausgerechnet in den Sohn dieses Kritikers verliebt, macht die Sache nicht einfacher. Als "Belohnung" bekam Anna Bär eine Urkunde, Lesezeichen und einen Büchergutschein. Auf den zweiten Platz beim Lesewettbewerb kam Marie Pehle aus Burghaig. Und den dritten Platz teilten sich Mia Morck von der Oberen Schule und Magdalena Meisel von der Theodor-Heublein-Schule in Melkendorf. Aber auch alle anderen bekamen Büchergutscheine.

Die Kinder fanden vor allem spannende Geschichten gut. Ganz oben auf der Leseliste standen Bücher vom kleinen Drachen Kokusnuss, von Bibi und Tina, von den drei Fragezeichen und den frechen Vier.
In diesem Jahr hatten beim Lesen eindeutig die Mädchen die Nase vorn. Nur zwei Jungs - Silas Popp von der Max-Hundt-Schule und Max Teichmann von der Theodor-Heublein-Schule - gingen überhaupt ins Rennen. Doch am Ende hatten die Mädchen die Nase vorn, erwiesen sich als echte Leseratten.