Alles ist Grau in Grau. Selbst der überraschende Kantersieg meines FCN in Wehen am Dienstagabend - nach grau-samen Wochen - konnte meine Stimmung nicht so recht aufhellen.

Da ist zunächst der tägliche Blick zum (Sommer-)Himmel. Ich hatte vor einigen Tagen an gleicher Stelle ja prophezeit, dass der Herbst immer näher rückt. Wer darüber gelacht hat, der sei daran erinnert, dass ab Sonntag die Tage schon wieder kürzer werden. Ach, wie gerne würde ich mal wieder den Garten gießen.

Noch deutlicher wird die Tristesse dieser Tage, wenn man plötzlich - wie ich - von einem Moment auf den anderen ohne Auto dasteht. Motorschaden, sagt die Werkstatt. Irreparabel. Puh.

Da ging's im Ostblock bunter zu

Wollen Sie sich mal so richtig runterziehen lassen? Dann spazieren Sie doch mal mit offenen Augen über die Verkaufsfläche eines Autohauses (die Marke spielt überhaupt keine Rolle). Oder über einen x-beliebigen Parkplatz. 90 Prozent aller Autos - mindestens - sind schwarz, weiß oder grau. Da ist kaum etwas zu finden mit Farbe. Hin und wieder mal blau, aber das war's dann schon. Echt trostlos. Da ging es ja im ehemaligen Ostblock bunter zu. Man fühlt sich wie in einem alten Schwarz-Weiß-Film. Grau-sig. Da kann man ja graue Haare kriegen.

Gestern früh habe ich meine Frau gefragt, was wir denn am Abend essen könnten. Naja, hörte ich sie wie in Trance sagen, im Eisfach ganz hinten liegen noch leckere Grau-Gans-Flügel, dazu ein Grau-pensüppchen und zum Trinken einen trockenen Grau-vernatsch aus Südtirol. Warum dachte ich da spontan an die graue Tonne?