Wer zum Einkaufen, Bummeln, Essenholen oder einem Arzttermin in die Kulmbacher Innenstadt geht, muss ab Donnerstag daran denken, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Denn ab dem 3. Dezember gilt für den Bereich zwischen Bahnhof und Marktplatz einschließlich des Eku-Platzes eine Maskenpflicht zwischen 7 Uhr und 20 Uhr. Dazu haben die Stadt und das Landratsamt Kulmbach gemeinsam eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen. Deren Grundlage ist die 9. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, die seit 1. Dezember in Kraft ist und eine erweiterte Maskenpflicht für zentrale Begegnungsflächen in Innenstädten vorsieht, erläutert der Leiter des Corona-Krisenstabs am Landratsamt, Oliver Hempfling.

Doch wo sind diese zentralen Begegnungsflächen in Kulmbach, wo in der Innenstadt herrscht am meisten Betrieb und muss folglich eine Maskenzone ausgewiesen werden? Darüber haben sich in den vergangenen Tagen Mitarbeiter von Stadt und Landratsamt ausgetauscht. Das Ergebnis: Maskenpflicht gilt für den gesamten Innenstadtbereich ab der Fritz-Hornschuch-Straße, das Umfeld des Fritz-Einkaufszentrums, Kressenstein, Holzmarkt, Fußgängerzone, Webergasse, Sutte, rund um die Stadthalle, Eku-Platz, Spitalgasse, Marktplatz und bis zum Rathaus. Die Obere Stadt gehört zum Beispiel nicht mehr zur Maskenzone. "Den Bereich haben wir ausgeklammert, denn die Kneipen haben ja eh zu", erklärt Oliver Hempfling.

Auch das Zeitfenster von 7 bis 20 Uhr wurde bewusst gewählt. "Früh und mittags sind zum Beispiel viele Schüler und Menschen zur Mittagspause in der Stadt unterwegs", so Hempfling. Außerdem wurden die Öffnungszeiten der Geschäfte berücksichtigt.

An rund 60 Stellen in der Innenstadt werden nun entsprechende Hinweisschilder aufgestellt. Quasi über Nacht musste die Stadtverwaltung die Tafeln ordern. "Wir haben 80 Schilder bestellt. Die Lieferung soll Donnerstagfrüh kommen, und dann werden wir die Schilder sofort aufstellen", sagt der Pressesprecher der Stadt, Jonas Gleich.

Die Verantwortlichen von Stadt und Corona-Krisenstab setzen darauf, dass sich die Kulmbacher für die nächsten zweieinhalb Wochen - die Verordnung mit den erweiterten Vorgaben gilt vorerst bis 20. Dezember - an die verschärfte Maskenpflicht halten werden. Oliver Hempfling hat keinen Zweifel daran: "In Kulmbach sind die Leute sehr vernünftig, was das Tragen von Masken angeht." Nichtsdestotrotz wird die Kulmbacher Polizei natürlich ein Auge auf die Einhaltung der neuen Verordnung haben.