Der Landkreis reiht sich damit ein in alle Landkreise in ganz Oberfranken, für den die Regierung am Donnerstagvormittag einen Schulausfall verkündete.

Die Entscheidung für den Landkreis Kronach wurde von der dreiköpfigen Koordinierungsgruppe Unterrichtsausfall am Landratsamt getroffen. Ihr gehört der Schulamtsleiter an. Der Posten ist derzeit vakant, weshalb Stellvertreterin Kerstin Zapf an den Gesprächen teilnahm. Ferner gehören zum Gremium Renate Leive (Schulleiterin Kaspar-Zeuß-Gymnasium) und Herbert Eisentraudt vom Katastrophenschutz. Sie beschlossen aufgrund der Unwetterwarnungen, für den Kreis Kronach aufgrund des ab dem Nachmittag angekündigten Sturms einen Teilschulausfall auszurufen.

"Wir haben die Entscheidung in das Online-Meldesystem "Schule und Witterung in Bayern" eingetragen und die Schulleiter informiert", erläutert Kerstin Zapf. "Die Lehrer haben aber Dienstpflicht. Kinder, die nicht nach Hause kommen, werden beaufsichtigt und betreut."


Koordination in den Schulen

Die Überlegungen der Verantwortlichen begannen schon am Mittwochabend, als die Kreise Hof und Wunsiedel einen Schulausfall verkündeten. "Wir haben uns daraufhin mit den Kreisen Kulmbach, Lichtenfels und Coburg koordiniert und den Teilschulausfall dann am Donnerstagmorgen entschieden", sagt Kerstin Zapf.

Vom Landratsamt aus wurden die Schulen informiert. Betroffen sind alle Grund-, Mittel-, Real-, Berufs- und Montessori-Schulen im Kreis sowie die beiden Gymnasien. Jede Schule, so Zapf, habe ein Notfallkonzept. "Überall werden die Busunternehmen informiert." Des Weiteren wolle man mit dem früheren Schulende auch und vor allem sicherstellen, dass Kinder, die zur Schule laufen, rechtzeitig und sicher nach Hause kommen können.


Unterricht endet etwa um 11.20 Uhr

Als zeitlichen Richtwert wurde vom Landratsamt ein Schulende für 11.20 Uhr weitergegeben. "Die Schulen können aber die genaue Zeit mit den Busunternehmen individuell entscheiden." Denn die Situation der Buslinien sei natürlich nicht an allen Orten des Kreises gleich.

So meldete etwa die Grund- und Mittelschule Pressig bereits am Morgen Probleme mit den Bussen. Aus der Richtung Tettau, Teuschnitz und Haßlach kamen die Schüler wegen starkem Schneefall nur mit Verzögerungen an.