Im Abstiegskampf der Kreisklasse 4 werden die Karten völlig neu gemischt. Der Grund ist ein aktuelles Urteil des Kreissportgerichts, das die SG Lauenstein/ Ludwigsstadt weit zurückwirft.

Konkret geht es um die Partie SSV Tschirn - SG Lauenstein vom Karsamstag (Endstand 0:4). In diesem Spiel setzte die SG Lauenstein mit Ronny Lippert, Florian Lungmuß und Benedikt Pfeiffer gleich drei Akteure ein, die eine Woche zuvor in der Kreisliga für den TSV Ludwigsstadt gespielt hatten. Und dies ist nach Paragraf 34 der Spielordnung verboten, denn die SG Lauenstein I spielt nicht in einer der beiden untersten Ligen (A- und B-Klasse).

"Die Verantwortlichen des SSV Tschirn haben wegen des unzulässigen Einsatzes von Spielern fristgerecht Einspruch eingelegt", bestätigte Siegfried Baier, der Vorsitzende des Kreissportgerichts, auf Anfrage. "Der Fall ist aus unserer Sicht klar und muss nach den verschärften Regelungen, auf die ich in den Arbeitstagungen hingewiesen habe, nicht nur mit der entsprechenden Spielwertung, sondern auch mit einem zusätzlichen Abzug von drei Punkten geahndet werden."

Die berichtigte Tabelle hat somit im "Keller" ein verändertes Bild. Die SG Lauenstein, die gegen dieses Urteil noch in Berufung gehen kann, fällt mit nunmehr acht Punkten ans Tabellenende zurück. Der SSV Tschirn hat jetzt drei Punkte mehr auf dem Konto und verbessert sich mit 20 Zählern auf Platz 12. Auch für den SV Buchbach, der mit 16 Zählern den Relegationsplatz belegt, ist dies von großem Interesse. Der Vorsprung vor einem direkten Abstiegsplatz ist von zwei auf sechs Zähler gewachsen, gleichzeitig aber auch der Rückstand zum "rettenden Ufer" von einem auf drei Punkte.