Nach zwei Spielen ohne "Dreier" ist der SV Friesen durch einen 1:0-Sieg gegen den FC Röslau in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Das Spiel mag kein fußballerischer Leckerbissen gewesen sein, aber das stand auch im Hintergrund. Vielmehr war es wichtig, sich mit einem Sieg verloren gegangenes Selbstvertrauen zurückzuholen. Und das ist gelungen. Dass das Spiel am Ende so eng verlief, lag nicht zuletzt am vergebenen Elfmeter des ansonsten sicheren Frank Fugmann. Wäre der Ball reingegangen, hätten die Zuschauer wahrscheinlich einen deutlicheren Sieg gesehen. So aber mussten sie mit der Mannschaft bis zum Schluss zittern. Wie wichtig der Sieg war, zeigt ein Blick auf die Tabelle. Punktgleich mit Friesen rangiert Dergahspor Nürnberg auf Platz 3.
Und nur drei Zähler dahinter liegt Quelle Fürth, die wiederum einen Punkt Vorsprung auf den SV Etzenricht hat - den heutigen Gegner des SV Friesen.

Etzenricht kann auf zwei Punkte verkürzen


Etzenricht ist seit sieben Spielen ungeschlagen und wird diese Serie auch gegen den SV Friesen fortsetzen wollen. Friesens Trainer Christoph Böger hat großen Respekt vor dem heutigen Gegner, der mit einem Sieg bis auf zwei Punkte an den SV Friesen heranrücken könnte. "In der Mannschaft stehen sehr gut ausgebildete Nachwuchsspieler aus dem Leistungszentrum Weiden. Das wird ein richtig schweres Auswärtsspiel", betont Böger. Dennoch will er natürlich nicht ohne etwas Zählbares nach Hause fahren. Doch dazu muss sich die Mannschaft weiter steigern. "Im Vergleich zu Saisonbeginn erarbeiten wir uns deutlich weniger Torchancen. Immer wieder fehlt der letzte Pass oder wir bleiben irgendwie hängen."


Die Fehler liegen nach Ansicht des Trainers bereits im Spielaufbau, wo Philipp Beetz schmerzlich vermisst wird. "Er bringt Ruhe ins Spiel und kann einen einfachen Pass spielen. Er ist für uns nicht zu ersetzen." Genau diese Ruhe im Spiel fehlt dem SV häufig, zu hektisch wird agiert, zu schnell der Pass in die Spitze gesucht. Dies soll und muss sich in der Zukunft wieder ändern, was Christoph Böger längst erkannt hat: "Wir arbeiten daran."