Er war ein klassischer Mittelstürmer, aber bereits mit 25 Jahren musste Jochen Brandl aus gesundheitlichen Gründen die Fußballschuhe an den Nagel hängen. Seitdem war er aber fast durchgehend als Trainer am Ball, sieht man von einer Zwangspause von 1997 bis 2001 ab. In dieser Saison trainiert er nach einigen Jahren in der Jugendarbeit den Kreisklassisten SG Rothenkirchen, doch im Sommer ist schon wieder Schluss - zumindest vorübergehend. Wieso? Und wie sind die Chancen bei der SG? Wir haben nachgefragt.

Wieso endet Deine Tätigkeit bei der SG Rothenkirchen im Sommer schon wieder?
Jochen Brandl: Das hat rein berufliche Gründe. Ich trete Anfang April eine neue Stelle an, und da ist es zeitlich kaum noch möglich, pünktlich beim Training zu sein. Daher werde ich mindestens ein Jahr pausieren; danach sehen wir weiter.

Wie ist der Kontakt zur SG Rothenkirchen entstanden?
Ich habe in den drei Jahren zuvor die A-Junioren der SG Friesen/ Rothenkirchen betreut. Daher bin ich nach dem Abschied von Uwe Beetz gefragt worden, ob ich die Herrenmannschaft trainieren möchte.

Nach vielen Jahren sind die Rothenkirchener in die Kreisklasse abgestiegen. Wie wird diese Spielklasse angenommen?
Die Kreisklasse ist für den Verein sehr interessant. Sie ist nicht so stark wie die Kreisliga, aber viele Gegner kommen aus der unmittelbaren Nachbarschaft, und es geht auch gegen Mannschaften, die jahrelang höherklassig gespielt und daher einen guten Namen haben.

Im Aufstiegsrennen liegt die SG Rothenkirchen gut im Rennen? Wie siehst Du die Chancen?
Natürlich wollen wir um die Meisterschaft mitspielen, das ist doch klar. Aber der Aufstieg ist keine Pflicht. Wir haben ein brutales Programm mit 15 Pflichtspielen in nur neun Wochen. Das ist schon heftig. Favoriten sind in meinen Augen der FC Wallenfels mit seinem gut besetzten Kader und der SV Gifting, der nicht nur gegen uns eine richtig starke Leistung gezeigt hat.

Und der morgige Gegner?
Der FC Hirschfeld ist mit Sicherheit nicht zu unterschätzen und könnte das Zünglein an der Waage sein. Im Hinspiel haben wir mit etwas Glück gewonnen; das wollen wir am Sonntag auch wieder schaffen.


Zur Person

geboren am: 15. 9. 1962
Wohnort: Gehülz
Familienstand: verheiratet, zwei Söhne
Beruf: Sachbearbeiter Export
Stationen als Spieler: SV Seelach, TSV Weißenbrunn
Stationen als Trainer: SV Seelach (Jugend und fünf Jahre Herren), SV Knellendorf (sechseinhalb Jahre), SV Friesen (zehn Jahre Jugend)
Lieblingsverein: TSV 1860 München


Tipps

Quelle Fürth - SV Friesen 1:2
Weißenbrunn - Memmelsd. 3:1
Merkendorf - FC Mitwitz 2:0
Rothenkirchen - Hirschfeld 2:1
Lauenstein - Steinwiesen 0:3
FC Wallenfels - SV Gifting 1:1
Fischbach - Windheim 3:1
FC Welitsch - FC Haig 1:4
SC Steinbach - Buchbach 3:0
Wilhelmsthal - Tschirn 4:2
Neukenroth - Gundelsdorf 1:0
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Siegfried Kirschbauer (SV Friesen) erreichte zuletzt sechs Punkte (ein Spiel ausgefallen).