Plantschen unter freiem Himmel ist ein anderes Erlebnis als ein Hallenbadbesuch: Es riecht nicht so stark nach Chlor und der Badegast wird in der Sonne schnell wieder trocken. Es gibt Geschäftsfelder - dazu gehören zweifelsohne Eisdielen oder Freibäder -, die im Sommer besser laufen als im Winter und umgekehrt. Deshalb legt
das Kronacher Hallenbad Crana Mare seit Anfang der
90-er Jahre eine Sommerpause ein: "Wie alle Jahre", erklärt Wolfgang Günther von den Stadtwerken in Kronach.

Seit nun einer Woche und noch bis Sonntag, 2. August, werden die Badegäste ausschließlich ins Freie geschickt. In insgesamt acht Wochen wird das Hallenbad wieder auf Vordermann gebracht. Die Pause dient zur Grundreinigung und zugleich als Wartungsphase wie der Stadtwerke-Vertreter erklärt. Ein entscheidender Grund ist aber auch: "Die Kosten laufen uns davon, wenn wir beides betreiben", sagt Wolfgang Günther. Sind beide Bad-Bereiche geöffnet, muss auch an beiden Standorten eine Aufsicht garantiert sein. Somit ist die Sommerpause eine "finanzielle Frage".


Kein Wetter fürs Ski-Geschäft

Eine "Wetter-Frage" ist es dagegen für die Betreiber der Skilifte im Frankenwald. So "zwei bis drei Wochen bevor der erste Schnee kommt", sagt Heiner Pfeiffer vom Skizentrum Ludwigsstadt, widmet er sich wieder voll und ganz seinem eher "obskuren Hobby", wie er seine Winter-Tätigkeit selbst beschreibt.

Ein "harter Kern von fünf bis zehn Mitarbeitern" und zusätzliche Hilfskräfte stemmen dann das Freizeit-Ski-Sport-Geschäft in Ludwigsstadt. In Tettau sind es am Wochenendbetrieb 24 Helfer, die mit anpacken müssen. Darunter dann oft auch Schüler aus der Gegend oder Rentner, die sich auch unter der Woche Zeit nehmen können, wie Heinz Daum berichtet.

Ist die Ski-Saison vorbei, werden die sogenannten Schleppgehänge - also die Bügel am Lift - abgehängt und wettergeschützt aufbewahrt. Ansonsten ist für Heiner Pfeiffer jetzt auch "erstmal Sommer": "Beim Auf und Nieder der Natur genießen wir erstmal Frühling, Sommer und auch noch den Herbst...", schmunzelt Heiner Pfeiffer, der hauptberuflich im Schuhgeschäft tätig ist.


Süßes speziell für den Sommer

Saisonal geht‘s auch bei der regionalen Pralinenkunst zu: "Das Wintergeschäft ist unser Hauptgeschäft. Wir arbeiten fast das ganze Jahr auf die Weihnachtssaison hin", sagt Ulrike Klug von der Confiserie Lauenstein. Es gibt zwar auch Sommertrüffel, die können aber nicht an jedem Sommertag versandt werden.

Denn wenn die Temperaturen über 25 Grad steigen, "erfolgt absoluter Lieferstopp", sagt Klug: "Schokolade sollte am besten bei circa 18 Grad in einem kühlen Kellerraum gelagert werden." Die Schoko-Expertin führt den Tipp noch weiter aus: "Keinesfalls im Kühlschrank." Grund dafür ist die hohe Luftfeuchtigkeit. Im Kühlschrank kann Schokolade nämlich grau anlaufen, weil Kakaobutter austritt. "Zwar schmecken sie noch, aber sie sehen eben nicht mehr schön aus", sagt Ulrike Klug. Damit die Schokolade auch in der Hitze knackt und nicht schon in den Fingern schmilzt, ist eine Abkühlung kurz vor dem Verzehr natürlich möglich.