"Es wird eine zweistufige Lösung geben", sagt Uwe Zeuschel, stellvertretender Leiter des Staatlichen Bauamts Bamberg, nach einem Krisentreffen mit der für Erd- und Streckenbauarbeiten zuständigen Baufirma Leonhard Weiss am Mittwoch, auf Nachfrage von infranken.de. Leonhard Weiss soll einen Teil der zur Debatte stehenden Bauarbeiten übernehmen, ein anderer Teil soll neu ausgeschrieben werden.

B 173-Baustelle bei Zeyern: Was ist schon alles passiert?

Der Hintergrund: Die Bauarbeiten der B 173-Ortsumfahrung Zeyern gerieten im November 2017 ins Stocken. Das Bauamt kündigte der Baufirma Leonhard Weiss den Vertrag. Das Bauamt sprach vage von "bauvertraglichen Differenzen". Stein des Anstoßes waren die Rüttelstopfplatten, die den Untergrund festigen sollen und damit Grundlage für weitere Bauarbeiten sind. Im Sommer wurde ein von beiden Seiten akzeptierter Gutachter eingesetzt, der an der Baustelle Messungen vornahm.

Firma übernimmt Gewährleistung

Das Krisengespräch am Mittwoch (12. September 2018) ergab folgendes Ergebnis: Die Baufirma Leonhard Weiss, die ihren Hauptsitz im baden-württembergischen Satteldorf, die Zeyerner Baustelle aber von der Niederlassung in Bad Mergentheim aus abgewickelt hat, soll die Erdarbeiten im strittigen Bereich zwischen den beiden bereits errichteten Brückenbauwerken nun weiter ausführen. Hierfür werde die Baufirma, die auf infranken.de-Nachfrage keine Stellungnahme abgeben wollte, in den nächsten Tagen ein schlüssiges Konzept vorlegen. "Sobald wir das Konzept absegnen, können die Bauarbeiten im Oktober weiter gehen", sagt Uwe Zeuschel vom Staatlichen Bauamt.

Ab Mai 2018 war bei Zeyern der Gutachter am Werk

Die weitere Fläche, so Zeuschel, werde wohl noch im vierten Quartal 2018 neu ausgeschrieben. "Das muss wegen EU-Recht so sein", sagt Zeuschel. Keine Aussage gibt Zeuschel zu der Frage, ob der ursprünglich anvisierte Abschluss der Baustelle im Spätsommer 2019 eingehalten werden kann. "Ich bin kein Prophet. Das hängt von den Angeboten ab, die wir bei der Ausschreibung bekommen."

Weitere Informationen zu dem Krisengespräch und Reaktionen der Politik darauf, lesen Sie hier in unserem infrankenPlus-Artikel.