Die Vorstellung der Planungen für den Ausbau der Ortsdurchfahrt Hain mit Ortsstraße "Eggenberg" war am Dienstagabend der Schwerpunkt der Marktgemeinderatssitzung.

Markus Albrecht vom Büro IVS GmbH in Kronach ging insbesondere auf die Straßenführung, die Gestaltung des Straßenrandbereichs, den Austausch von "notwendigen" Wasserleitungen und die Verlegung der Stromerdverkabelung mit Breitbandausbau ein.

Es handele sich um eine 800 Meter lange Strecke, sagte Albrecht. Parallel zum Straßenausbau sollen die Gehwege ausgebaut werden. Diese werden sich farblich von der Asphaltierung der Fahrbahn abheben. Bei der Ortsstraße "Eggenberg" seien Trinkwasserleitungen und Kanal weitgehend intakt. Geplant sei hier, beim Oberbau eine lastenverteilende Schicht anzubringen. Die Kosten bezifferte Markus Albrecht mit rund 1,1 Millionen Euro. Der Zeitplan sehe nun vor, im Februar diese Trasse auszuschreiben und im März die Vergabe zu erteilen. Nach Ostern soll die Maßnahme in Angriff genommen werden.

Dieter Lau (SPD) stellte das Verhältnis der Investitionssumme zu den 150 Fahrzeugen, die täglich durch Hain fahren, infrage. Es gebe in Küps andere Straßen, bei denen dringender Handlungsbedarf bestünde. Sicherlich gebe es einen Zuschuss in Höhe von 70 Prozent, aber: "Man sollte sich nicht immer von Zuschüssen leiten lassen", er halte das Ganze für fragwürdig.

Bürgermeister Bernd Rebhan (CSU) verwies darauf, dass für die Ortsdurchfahrt Hain ein entsprechender Beschluss vorliege. Matthias Hopf (SPD) meinte, dass - wenn es schon eine Prioritätenliste gebe - diese auch auf die Kerngemeinde ausgeweitet werden sollte. In diesem Zusammenhang verwies Rebhan auf das Ortsentwicklungskonzept KEK 3 . Hier werden alle als notwendig erachteten Maßnahmen erarbeitet und aufgelistet. Deshalb seien ja die Bürger gefordert, sich hier mit einzubringen.

Zur Geheimhaltung verpflichtet

Keine Mehrheit fand der Antrag der SPD, das Thema Ortsdurchfahrt Küps vom nichtöffentlichen in den öffentlichen Teil der Sitzung zu bringen. Ralf Pohl sprach davon, dass in den letzten Tagen vieles über die Ortsdurchfahrt in der Öffentlichkeit berichtet wurde. Bürgermeister Rebhan verwies auf ungeklärte Grundstücksangelegenheiten. Deshalb sei man zur Geheimhaltung verpflichtet.

Zuvor informierte der Bürgermeister darüber, dass die TenneT TSO GmbH den Ersatzneubau der 380/110-kV-Höchstspannungsleitung Ostbayernring von Redwitz bis Schwandorf plant. Im Rahmen der Detailplanung werden vom Umspannwerk Redwitz bis Mechlenreuth die Baugrundverhältnisse erkundet. Die insgesamt acht von den geplanten Maßnahmen betroffenen Flurstücke im Gemeindegebiet befinden sich im Bereich der Gemarkung Burkersdorf. Am 18. Februar will man mit der Maßnahme starten.

Weiterhin gab der Bürgermeister bekannt, dass Katharina Jerkovic zur Datenschutzbeauftragten des Marktes Küps berufen wird. Die Stellvertreterin ist Eva Jäckisch. Er wies darauf hin, dass der bisherige Datenschutzbeauftragte Egon Fröba zum 1. März in den Ruhestand geht.

Des Weiteren gab er Beschlüsse aus der letzten nicht öffentlichen Sitzung bekannt. Er erinnerte an eine Sitzung im Oktober 2017, wonach der Gemeinderat der Erweiterung des Kommunalen Denkmalkonzepts Küps um das Modul 3 für die Anwesen "Oberes Schloss" und "Marktplatz 6" zugestimmt habe. Es ging dabei um Machbarkeitsstudien. Diese sei mittlerweile für das Obere Schloss fertiggestellt worden. Die Machbarkeitsstudie für "Marktplatz 6" befinde sich in der Schlussphase. Rebhan wies darauf hin, dass dieses Gebäude im Dezember 2018 verkauft worden sei. Der neue Eigentümer möchte das Gebäude für Wohnzwecke nutzen und denkmalgerecht sanieren.