Kronach
Workshop

Mit dem Hund in Wald und Flur unterwegs

Um das gegenseitige Verständnis von Hundehaltern und Jägern zu fördern, lädt die Kronacher Hundetrainerin Sabine Wöhner am 1. März zu einem Workshop ein. Dazu hat sie den Hunde- und Jagdexperten Norbert Müller eingeladen.
Zum Erfahrungsaustausch unterwegs: Sabine Wöhner und Norbert Müller, die Referenten des Workshops "Mit meinem Hund in der Natur", sowie Jasko Foto: Klaus Oelzner
Kaum ein Thema beinhaltet so viel Zündstoff, wie die Beziehung zwischen Hundehaltung und Waidwerk. Immer wieder treffen Argumente der Hundebesitzer und Jagdpächter hart aufeinander. Oftmals mangelt es an gegenseitiger Toleranz. Oft bestehen Fehlinformationen. Oder es sieht keine Partei über den Tellerrand hinaus. Sind damit Konflikte vorprogrammiert?
Das fehlende Zwischenmenschliche "stinkt" der umtriebigen Kronacherin Sabine Wöhner, wie in einem Gespräch unterstreicht. Als Leiterin der Hundeschule mit dem etablierten Namen "Just For Dogs" ist sie bestrebt, das zu ändern; eine Brücke für das Miteinander zu schlagen. Daraus wurde die Idee eines Workshops geboren, mit dem sie für Kronach und Umgebung Neuland betritt. Als Termin ist Donnerstag, 1. März, im Gasthaus "Zum Fröschbrunna" (an der Sommerrodelbahn) festgelegt. Beginn 18 Uhr.
Für die Teilnahme von Herrchen und Frauchen (die Vierbeiner müssen leider zu Hause bleiben) ist ein minimaler Kostenbeitrag von fünf Euro obligatorisch.
Zur Premiere hat sie sich Norbert Müller vom Bund Bayerischer Jagdaufseher als anerkannten Fachmann ins Boot geholt, der spontan seine Zusage erteilte. Mit einer eigenen Jagdpacht im Raum Mitwitz-Neundorf hat der Kronach-Neuseser so manche Jagderfahrung gesammelt. "In 35 Jahren konnte ich aufgetretene Konflikte ausnahmslos verständnisvoll aus der Welt schaffen" stellte er im Gespräch beschwichtigend fest. Zu Hause wartet "Aik von der Ehrenburg" auf ihn, ein jagdlich ausgebildeter Deutsch Kurzhaar, der ihn bei Reviergängen treu und aufmerksam begleitet.
Norbert Müller fungiert als Sachverständiger im Jagd-Gebrauchshunde-Verein (JGHV) und ist zusätzlich für die Öffentlichkeitsarbeit im Nordfränkischen Jagdgebrauchshunde-Verein (Standort Baunach) zuständig. Respektvoll erkennt er an: "Ein Hund ist der beste Freund des Menschen." Die Natur - aktuell eingeschlossen die Brut, Setz- und Aufzuchtzeit in der Kinderstube für heimisches Wild - sieht er als gemeinsamen Lebensraum, in dem Interessen der Hundehalter und Jäger nach zwar festgelegten, aber oftmals in Unkenntnis oder Gedankenlosigkeit nicht eingehaltenen Regeln ("Ach so, das hab' ich nicht gewusst") aufeinander treffen. Trotzdem, so Müller weiter, ergeben sich zum Beispiel durch freilaufende Hunde im Revier immer wieder Konfliktsituationen. "Da nutzt es keinem, Aggressionen und Streitszenen aufzubauen", hebt er mit Blick auf Festlegungen zum Wildschutz im Bayerischen Jagdgesetz hervor.
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