Stadtplaner Daniel Gerber machte darauf aufmerksam, dass ab einer Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern planerisch ein "Sondergebiet Einzelhandel" notwendig wäre. Das wiederum wäre aber wohl nicht genehmigungsfähig, da Aldi innenstadtrelevantes Sortiment verkaufe.

Vor zwei Jahren hatte sich die Filiale bereits erweitert, allerdings habe dies damals nur Lager-, keine Verkaufsflächen betroffen. Daher habe die Regierung von Oberfranken, die zuvor Städtebauförderungsmittel gezahlt habe, zugestimmt.

Genau dies war der Knackpunkt der Diskussion: Einerseits wollten Stadträte wie Hans-Georg Simon (FW) "Aldi nicht gleich ausbremsen" - andererseits befürchteten andere wie Bernd Liebhardt (CSU) die mögliche Rückforderung von Fördermitteln.

Wolfgang Hümmer (CSU) brachte das Argument ins Spiel, dass andere Gemeinden sich über eine Kronacher Ablehnung freuen könnten. Hans Simon (SPD) bat darum, alles ganz genau abzuwägen, um Folgefälle zu vermeiden.

Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) regte schließlich an, bei der Regierung schriftlich anzufragen, ob aus ihrer Sicht etwas gegen die Erweiterung spreche. Sobald die Entscheidung vorliege, könne sich der Stadtrat mit dem Antrag befassen. Dem stimmte der Ausschuss einmütig zu.