Christian Haderlein aus Rothenkirchen wurde am Montag in der Gemeinderatssitzung im Rathaus Pressig als Marktgemeinderat vereidigt. Haderlein ist Nachrücker in der CSU-Fraktion für den auf eigenen Wunsch ausgeschiedenen Thomas Zapf (CSU).

Der Neue im Gremium übernimmt auf Vorschlag der CSU-Fraktion die Ausschusspositionen, die bisher von Thomas Zapf ausgeführt wurden. Haderlein ist somit Mitglied im Ausschuss für Jugend und Senioren, Familie, Vereine. Er ist dritter Vertreter im Bau- und Umweltausschuss, zweiter Vertreter im Finanzausschuss, im Unterzentrumsausschuss und im Rechnungsprüfungsausschuss.

Zu Beginn der Sitzung konnte Bürgermeister Hans Pietz auch den neuen Kämmerer, Antonio Sauchella, vorstellen, er wird die Nachfolge des Kämmerers Heinrich Grebner übernehmen, der zum 30. April in Ruhestand gehen wird.

Die beiden in der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Rothenkirchen von deren Aktiven gewählten Kommandanten, Erster Kommandant Matthias Raab und stellvertretender Kommandant Michael Dorschner, wurden vom Ratsgremium bestätigt. Der von Kämmerer Heinrich Grebner vorgestellte Jahresbetriebsplan 2019 für den Gemeindewald wurde in Einnahmen von 47 250 Euro und Ausgaben von 20 837,50 Euro genehmigt. Der Markt Pressig besitzt circa 78 Hektar Wald.

Die Gemeinde Pressig gewährt einen Betriebskostenzuschuss für das Naturerlebnisbad von 17 000 Euro für das Jahr 2018, informierte Kämmerer Grebner. Das Freibad wurde von circa 15 000 Besuchern genutzt, Träger ist der 500 Mitglieder zählende Schwimm- und Sportverein im Markt Pressig, der sich mit vielen ehrenamtlichen Helfern einbringt. Inklusive Betriebskostenzuschuss betragen die Einnahmen 61 405,23 Euro und die Ausgaben 62 304,28 Euro.

Auf Nachfrage von Michael Pütterich (SPD) nannte der Kämmerer Einnahmen aus dem Wohnmobilstellplatz von 3312 Euro und Erlöse aus dem Jugendzeltplatz von 7070 Euro.

Es wurden Aufträge für Gewerke zum Umbau und zur Modernisierung des Rathauses vergeben. Den Auftrag für die Elektronik erhielt die Firma Feuerpfeil aus Ludwigsstadt für das wirtschaftlich günstigste Angebot von 72 775 Euro. Die Arbeiten für Sanitär-, Heizungs- und Raumlufttechnik gingen für 48 601 Euro an die Firma Wärmehaus Schneider, Reitsch.

Räte verweigern Zustimmung

Bürgermeister Hans Pietz (FW) und Kreisrat Reinhold Heinlein hätten gerne eine Zustimmung zum sozialpolitischen Seniorenkonzept des Landkreises und damit zusammenhängend eine gemeindliche Befragung von Senioren durchgeführt. Kostenpunkt: circa 1600 Euro. Ihrer Meinung nach handelt es sich um ein sinnvolles Gesamtkonzept, bei dem der Landkreis den Kommunen anbietet, sich kostengünstig anzuhängen. Allerdings verweigerten die Räte die Zustimmung. Mehrheitlich war man der Meinung, dass die Gemeinde viele der abzufragenden Daten bereits habe.

Die CSU-Fraktion will laut Drittem Bürgermeister Klaus Dressel einen ausführlichen Sachstandsbericht über den Fortgang der Entwicklung hinsichtlich der Staatsstraße 2201 B 85 Richtung Welitsch. Hierzu stellte die CSU-Fraktion einen Antrag zur Geschäftsordnung, dass der Bürgermeister beauftragt wird, zeitnah binnen zwei bis drei Wochen eine Sondersitzung einzuberufen und hierzu Vertreter von Bahn und staatlichem Bauamt, wegen des Eisenbahnkreuzungsgesetzes, ins Rathaus einzuladen.

Das Thema ist deshalb komplex, weil es sich hier um die Staatsstraße und eine darüber führende Bahnlinie (München-Berlin) mit Unterführung der Staatsstraße 2201 handelt. Man will wissen, wie es hier weiter geht, was geplant ist und wann etwas geschieht. Dazu griff Werner Löffler (CSU) nochmals eine Beschwerde von Bürgern auf, dass diese Straße auf einem Teilstück von etwa 150 Metern von der B 85 bis zur besagten Bahnbrücke in schlechten Zustand ist, und zwar so, dass es hier schon zu Autoschäden gekommen ist.

Einer Mustersatzung des Bayerischen Gemeindetags über die Verordnung zur Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen und die Sicherung der Gehbahnen im Winter (Reinigungs- und Sicherungsordnung) wurde einstimmig zugestimmt. Allerdings legte man als Höchstgeldbuße für Verstöße 500 Euro fest, anstatt wie in der Mustersatzung vorgeschlagen, 1000 Euro.