Lange Zeit war Hecker das Gesicht der Firma Loewe gewesen, hatte mehr als 25 Jahre an der operativen Spitze des Unternehmens gestanden. Als er sich 2008 als Geschäftsführer verabschiedete, wechselte er in den Aufsichtsrat. Der Region blieb er damit weiter verbunden, obwohl er seinen Wohnsitz vom Frankenwald zurück in seine Heimat Mannheim verlegte. Sein jetziges Ausscheiden begründete Hecker in einer Pressemitteilung des Unternehmens mit der Zäsur aufgrund der jüngsten Sanierungsschritte: "Mit den verabschiedeten Maßnahmen beginnt für das Unternehmen ein neuer Abschnitt der Unternehmensgeschichte. Dazu will ich den Weg frei machen."

Zu Heckers Nachfolger als Vorsitzender des Aufsichtsrats wählten die verbliebenen fünf Gremiumsmitglieder Michael Blatz.
Blatz ist Partner der Unternehmensberatung Roland Berger und sitzt seit November im Loewe-Aufsichtsrat.

Loewe hatte erst am Montag die konkreten Pläne für den angekündigten Stellenabbau mitgeteilt. 180 Mitarbeiter müssen das Unternehmen Ende März verlassen. Die Verbliebenen verzichten nach einem mit Betriebsrat und IG Metall ausgehandelten Sanierungstarifvertrag auf bis zu zehn Prozent ihres Gehalts.

Der Kronacher Fernsehgerätehersteller steckt derzeit in einer Krise und verzeichnete in den vergangenen beiden Jahren hohe Verluste. Auch die Aktie des börsennotierten Unternehmens fiel in den vergangenen fünf Jahren in den Keller. Der Kurs lag zuletzt knapp über drei Euro. Hecker hatte Mitte der 1980er Jahre zusammen mit Geschäftsführungskollegen die Mehrheit der Anteile an Loewe übernommen. 1999 ging das Unternehmen an die Börse.