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Pressig
Gemeinderat

Das Rothenkirchener Ortsbild wird aufgewertet

Auf dem brachliegenden Fraunhofer-Areal in Rothenkirchen sollen Grünflächen und Parkplätze entstehen. Und die Schulstraße erhält einen Gehweg.
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Bürgermeister Stefan Heinlein (links) und Bauamtsleiter Andreas Schorn diskutieren über die Neugestaltung des Fraunhofer-Areals in Rothenkirchen. Links ist die Schulstraße zu sehen, die erweitert werden und einen neuen Gehweg erhalten soll.  K.- H. Hofmann
Bürgermeister Stefan Heinlein (links) und Bauamtsleiter Andreas Schorn diskutieren über die Neugestaltung des Fraunhofer-Areals in Rothenkirchen. Links ist die Schulstraße zu sehen, die erweitert werden und einen neuen Gehweg erhalten soll. K.- H. Hofmann

In der Marktgemeinderatssitzung am Dienstag in der Schulturnhalle in Pressig wurden die Ingenieurleistungen für das Projekt "Neugestaltung des Fraunhofer-Areals" in Rothenkirchen vergeben. Auf dem Gelände sollen Parkplätze, Grünflächen und eine Erweiterung der Schulstraße mit Anlegen eines Gehweges entstehen.

Weil es sich um die Verbindungsstraße zur Schule handelt, wird größter Wert auf die Verkehrssicherheit gelegt, informiert Bürgermeister Stefan Heinlein. Außerdem wird es eine wesentliche Aufwertung des Ortsbildes geben. Es wurden drei Angebote angefordert. Von zwei abgegebenen Offerten war das wirtschaftlich günstigste von HTS-Plan Kronach mit einer Angebotssumme von 22 474 Euro. Das Projekt wird im Rahmen der Förderoffensive Nordostbayern vom Freistaat Bayern unterstützt.

Mobilitätskonzept

Über das neue Mobilitätskonzept des Landkreises Kronach informierte der Bürgermeister. Für den Markt Pressig ergeben sich hierbei 28 Haupthalte- und acht Bedarfshaltestellen. Der Rathauschef habe sich dafür eingesetzt, dass die Omnibusse nicht an Kreisstraßen wie in Brauersdorf und Marienroth halten sollen. Dieser Wunsch fand bisher keine Berücksichtigung, weil es die Fahrtzeiten zu sehr belasten würde. Ansonsten aber setze man viel Hoffnung in das Konzept welches bayernweit als Modellprojekt und einzigartig gilt. Wer außerhalb der acht festen Buslinien und der Bahnstrecke wohnt, aber den öffentlichen Nahverkehr nutzen möchte, muss demnach nur einen Rufbus über die Mobilitätszentrale im Kronacher Bahnhof (Telefon 09261/678-678) anfordern.

Heinlein forderte auf, das System ab 1. August intensiv zu nutzen. Fünf Wochen sind alle Fahrten kostenlos quer durch den Landkreis. Für Andrea Andera (Bürgergemeinschaf(f)t, BGS) ist es schwer nachvollziehbar, warum Schüler erst ab 15 Uhr kostenfrei fahren dürfen.

Der Rathauschef informierte ausführlich über aktuelle Maßnahmen und da kam einiges zusammen. Der Baufortschritt in der Gartenstraße in Pressig schreite sehr gut voran. Die beauftragte Firma arbeite sehr ordentlich und zügig.

Die Sanierung des Reststückes im Wiesenweg mit neuen Bordsteinen bis zum Kreuzungsbereich Frankenstraße sei durch die Firma Guttenberger zügig und sehr gut beendet worden. In diesem Bereich wurden auch Bordsteine abgesenkt um eine Barrierefreiheit zum Aufgang in die Bergstraße herzustellen. Die Arbeiten im Zeichensaal im Dachgeschoss der Grund- und Mittelschule Pressig stehen kurz vor dem Abschluss. Diese Räume werden für die Schule in Pressig aufgrund der fast nicht vorhandenen Raumkapazitäten dringend benötigt und waren eine wichtige Investition für die Schulfamilie.

Randsteine an der Burg

An der KC 11 bei der Burg in Rothenkirchen konnten neue Randsteine gesetzt werden. Durch den Kurvenbereich fahren Autos, Busse und Lkw immer wieder in den frisch angepflanzten Vorbereich der Burg und hinterlassen Schlamm- und Dreckspuren. In Zusammenarbeit mit dem Kreisbauhof konnte jetzt eine gute Lösung vor Ort erreicht werden. Ein Dank und ein großes Lob galt hier dem Leiter des Kreisbauhofes Christan Barnickel für die schnelle und unkomplizierte Zusammenarbeit.

Auf dem Friedhof in Rothenkirchen werden sogenannte Urnenstelen für eine weitere Bestattungsart errichtet.

Aktuell werden im Gemeindegebiet und an den Ortsverbindungsstreifen die Mäh - und Mulcharbeiten durch eine Fachfirma durchgeführt. Nachdem seitens des Bürgermeisters und der Verwaltung in Zukunft ein großes Augenmerk auf die Thematik "Dorfgrün" und natürliche Blühflächen im und um den Markt Pressig gelegt wird, haben die Firmen den Auftrag, nur den Sicherheitsbereich freizuschneiden bzw. zu mulchen. Dies spart finanzielle Mittel und ist ein wichtiger Beitrag zur Artenvielfalt.

Nachdem das Naturbad dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen bleibt, konnten schon viele Aufgaben und Sanierungsarbeiten bewerkstelligt werden. Zum Beispiel der Anstrich der kompletten Außenfassade, der Küche, des Kiosks und des Wirtschaftsraumes sowie Ausbesserungsarbeiten an den Fliesen und Böden, neue Dacheinfassung und mehr. Einen besonderen Dank richtete der Rathauschef an den Koordinator des Naturbades, Johannes Glatzer, und dankte dem Bauhof und ehrenamtlichen Mitgliedern des Schwimm- und Sportvereins Markt Pressig für die Unterstützung.

Reinhold Heinlein (CSU) äußerte sich zur derzeit laufenden Sanierung der "Alten Heeresstraße". Für diese Sanierung habe er sich im Interesse der Landwirte und Waldbesitzer intensiv eingesetzt. Er sei besonders dem Bürgermeister Stefan Heinlein und dem Kämmerer Antonio Sauchella dankbar, dass beide die Notwendigkeit erkannt haben, die schadhafte Straße auszubauen. Er wünsche sich, insbesondere von den Holzrückern, eine rücksichtsvollere Nutzung dieser Gemeindeverbindungsstraße als bisher.

Thomas Günther (Bürgergemeinschaf(f)t) regte an, nachzuhaken, warum Pressig in der neuen Förderkulisse des Freistaates für den Waldschutz in der topografischen Kartierung kaum Berücksichtigung findet. Der Bürgermeister will über MdL Jürgen Baumgärtner der Sache nachgehen.