Das Licht geht aus, der Spot an - doch nicht auf der Bühne. Das "Blue Moon Orchestra" eröffnet mit dem Lied "Oh, When the Saints" ihren Konzertabend. Strophe für Strophe kommen immer mehr Musiker hinzu, wandern leichtfüßig und beschwingt durch ihr Publikum und nehmen nach und nach ihre Plätze auf der Bühne ein.
"Ich freue mich, dass so viele treue Fans den Weg zu uns gefunden haben", freut sich Marco Plitzner, Leiter der Band, über die vielen Gäste. Aktuell diene die Leßbachtalhalle in Weißenbrunn nur als Ausweichmöglichkeit für den Kreiskulturraum. Besonders am Herzen liege Marco Plitzner aber gerade in diesem Jahr, an dem Ort spielen zu dürfen, wo vor zehn Jahren bei einer Benefizshow alles beginnen sollte. "Hier hat alles begonnen", erklärt der Bandleader und eröffnet mit seinem Ensemble das Konzert.
Für einen Abend lang sollen dabei die Fans in die Welt des Swings verführt werden: "Ich bin mir sicher, dass diese Musik auch wieder kommen wird."
Und genauso flott wie die Eröffnung ging es auch den ganzen Abend lang weiter. Das "Blue Moon Orchestra" bereitete den Zuhörern gemäß dem Motto einen flotten Einstieg für das neue Jahr- "A swinging new Year".Immer wieder begeisterte die Band mit tollen Einzeleinlagen ihrer Musiker und Sänger und Sängerinnen. Abwechselnd standen diese von ihren Plätzen auf, traten in den Vordergrund und lieferten einen durchwegs gelungenen Auftritt. Im Laufe des Abends kamen viele ausgewählte Talente zu ihrem Solo sowie Schlagzeuger, Bass oder das ein oder andere Blasinstrument zum virtuosen Akustikauftritt.

"Christmasnight in Weißenbrunn"

Ebenso beeindruckten die Gesangseinlagen von Evelin Mahjour, Sandy Härtel und Franz Langer. Auch Louis Armstrong - alias Uli Böhm - performte mit unverwechselbarer Stimme "Christmasnight in Harlem" und formte den Song zu seiner persönlichen Nummer "Christmasnight in Weißenbrunn" um. Mit von der Partie waren traditionsgemäß die Herren von der Saaltechnik, Laurel und Hardy, die mit ihrer tollpatschigen und treudoofen Art, eben wie Dick und Doof, die Bühne nach und nach auf den Kopf stellten und ein Lachen in die Gesichter der Zuschauer zauberten. Die Fans wurden sogar zu zusätzlichem Beifall während der Songs verleitet. Die mitwippenden Füße und die im Rhythmus mitschwingenden Köpfe der Gäste fanden bis zum Schluss keinen Halt.Mariell Dörrschmidt