Es ist Dampf im Kessel: Statt wie lange Jahre geplant Anfang 2026 soll die Mainschleifenbahn erst wieder Ende 2027 ins DB-Netz integriert werden – also zwei Jahre später. Kaum hatte die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) dies dem Landkreis kürzlich mitgeteilt, war die Empörung groß. Diese "Verspätung" werde man so nicht hinnehmen, da waren sich viele einig. Im Kreisausschuss beispielsweise wurde beschlossen, einen "geharnischten" Protestbrief nach München zu schicken. Ähnlich die Reaktion im Stadtrat Volkach: Großer Unmut, mit der Verschiebung will man sich nicht abfinden.

Auch die Landtagsabgeordnete Barbara Becker (CSU) stellt sich auf die Seite der Befürworter einer zügigen Reaktivierung. In einer Stellungnahme betont die Wiesenbronnerin, "dass eine Betriebsaufnahme auf der Mainschleifenbahn im Januar 2026 aus Sicht des Ministeriums und auch der BEG ein verständlicher Wunsch aus der Region" sei. Voraussetzung ist aber, dass die Reaktivierungskriterien erfüllt sind. Dies müsse jetzt sichergestellt werden.

Wie Becker weiter betont, sein "eine Inbetriebnahme 2026 weder durch den Freistaat noch durch die BEG zugesagt". Wann Züge fahren können, hängt nicht zuletzt davon ab, wann "die Schieneninfrastruktur zur Verfügung steht".

Weiter heißt es: „Natürlich wünschen wir uns in der Region eine frühere Inbetriebnahme der Mainschleifenbahn. Die Nachfrage ist da, jetzt muss die Infrastruktur ertüchtigt und die Finanzierbarkeit geklärt werden, um einen regelmäßigen Schienenverkehr zu ermöglichen. Bei diesem Schritt sind jetzt in erster Linie wir selbst gefragt: die beiden Landkreise und das Infrastrukturunternehmen."

Wie die Landtagsabgeordnete weiter schreibt, habe sie "auch mit der zuständigen Staatsministerin Kerstin Schreyer gesprochen, die mir zugesichert hat, dass der Freistaat unsere Bemühungen unterstützen wird. Falls es vor Ort gelingt, die Infrastruktur schneller zu ertüchtigen, so hat es mir die Staatsministerin zugesagt, wird die BEG eine frühere Inbetriebnahme gerne prüfen. Dies halte ich für ein wichtiges Signal. Es gilt also, dass vor Ort jetzt alle zusammenhelfen, damit wir doch eine frühere Inbetriebnahme ermöglichen.“

Das letzte Wort beim Starttermin "ist noch lange nicht gesprochen", so Becker. Sie sei mit der BEG "regelmäßig im Gespräch". Wenn vor Ort alle Voraussetzung bis Anfang 2026 geschaffen seien, müsse sich "die BEG im Bezug auf die Mainschleifenbahn bewegen!“

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