Am Montag wurden gleich drei Anträge der Grünen vor dem Umweltausschuss im Landratsamt Kitzingen diskutiert. Stellvertretend für die Fraktion sprach Christa Büttner vor Ort und verteidigte die Anliegen der Partei. Dabei ging es vor allem um die Grünflächen im Landkreis und die Klimaneutralität der Kitzinger Verwaltung . 

Im ersten Antrag der Fraktion sprach sich die Partei für die Anpflanzung von Bäumen auf den Landkreisflächen aus. "Dies wäre ein wichtiges Zeichen des Landkreises für den Umweltschutz", so Büttner. Deswegen wurden 25 000 Euro für dieses Vorhaben gefordert. Im Ausschuss wurde dem Antrag von allen zugestimmt. Somit werden die Kosten für den Haushalt 2021 bereitgestellt. "Der Landkreis arbeitet stetig an einer Entwicklung im Bereich Klimaschutz", ergänzt Landrätin Tamara Bischof. "Auch die Grünpflanzung ist dabei ein wichtiger Beitrag." 

Klimaneutralität bis 2030

Außerdem beantragte Umweltreferent Klaus Sanzenbacher (Grüne) die Anlage einer "Kreistagsallee" oder eines "Kreistagswaldes". Der Landkreis sollte hier eine Fläche zur Verfügung stellen und Kreistagsmitglieder in Form von Baumspenden die Bepflanzung dieser ermöglichen. Dieses Vorhaben sah der Kreistag jedoch nicht gerechtfertigt. "Mit den schon veranschlagten 25 000 Euro wird dem Anliegen bereits nachgegangen", sagt Bischof. Zusätzliche Baumspenden nehme das Landratsamt selbstverständlich auch ohne Beschluss gerne entgegen. Sanzenbacher zog daraufhin den Antrag zurück.

Das letzte Anliegen der Fraktion bezog sich auf die Klimaneutralität der Kitzinger Verwaltung. "Wir fordern, dass die Landkreisverwaltung bis 2030 klimaneutral werden soll", sagt Büttner. Insbesondere in kreiseigenen Gebäuden habe der Landkreis bereits sehr viel unternommen, erklärt Landrätin Bischof in der Sitzung. "Derzeit planen wir weitere Maßnahmen", sagt sie. Zum Beispiel sei die Beheizung des Landratsamts mit Pellets momentan in der Prüfung. Da in Zukunft die Stelle des Klimamanagements im Amt besetzt werde, halte es die Landrätin für sinnvoll diesen Schritt abzuwarten. "Danach werden wir weitere konkrete Schritte und Maßnahmen einleiten, um bis 2030 Klimaneutralität zu erreichen", sagt sie. Diesem Vorschlag der Verwaltung wurde im Ausschuss zugestimmt.

Auch die Grüngutverwertung war Thema

Neben den Forderungen der Grünen brachte die CSU ihren Antrag der Grüngutverwertung vor. Bei der Pflege von Grünflächen der Kommunen falle vermehrt Mäh- und Grüngut an.  Deshalb forderte die Fraktion die Ausarbeitung eines Konzepts zur Wiederverwertung. Die Verwaltung fragte auf dieser Grundlage bei betroffenen Kommunen, Kreisbauhof, Kreisgärtnerei und Naturschutzverbänden, welche Mengen an Mähgut anfallen. Außerdem erfragte sie das Interesse der Teilnehmenden nach einem gemeinsamen Konzept.

Von den 26 an der Befragung Teilnehmenden mähen 18 ihre Grünflächen. Diese müssten sich also auch Gedanken über die Verwertung des Mähguts machen. "Die 18 betroffenen Gemeinden sind grundsätzlich an einem gemeinschaftlichen Konzept interessiert", sagt Bischof. Auch die Teilnehmer der Sitzung stimmten dem Vorhaben zu. Deswegen wurde der Beschluss gefällt, den Stand der Forschung zu dieser Thematik zu beobachten. "Sobald ein Konzept erfolgsversprechend ist, wird die Verwaltung Empfehlungen geben", ergänzt die Landrätin.