Kurz nach der Mitteilung über die Höhe der Schlüsselzuweisungen teilt der fränkische Landtagsabgeordnete Volkmar Halbleib jetzt die Summen für den in diesem Jahr erstmalig ausgezahlten Gewerbesteuerausgleich für die einzelnen Kommunen mit. Insgesamt erhalten die Kommunen im Landkreis Kitzingen elf Millionen Euro, wie aus einem Presseschreiben hervorgeht.

Die höchsten Summen im Landkreis erhalten Iphofen (3,03 Millionen Euro), Kitzingen (2,33 Millionen Euro) sowie Dettelbach (1,22 Millionen Euro). Keine Steuer-Ausfälle in nennenswerter Höhe hatten wohl Wiesentheid und Marktbreit, da beide keine Ausgleichszahlungen erhalten. Schlusslichter bei den ausgezahlten Pauschalen sind Castell (31 475 Euro), Sommerach (35 957 Euro) und Marktsteft (36  774 Euro).

Ausgleich für Einnahmeausfälle wegen des Corona-Virus

Grundlage des kommunalen Geldsegens sei das Bundesgesetz zur finanziellen Entlastung der Kommunen vom Sommer 2020. Die SPD habe sich für diesen pauschalen Ausgleich für die Mindereinnahmen bei der Gewerbesteuer infolge der Einnahmeausfälle wegen des Corona-Virus eingesetzt, so Halbleib im Presseschreiben weiter.

Ein solcher Ausgleich werde auch für 2021 erforderlich sein, da die Corona-Krise voraussichtlich andauern werde, wie Halbleib sagt. Die SPD-Landtagsfraktion habe deshalb eine Initiative ergriffen, damit auch im folgenden Jahr die erforderlichen Mittel für die Gemeinden fließen können. Der Landtag hat dieser Initiative bereits zugestimmt. Die Staatsregierung sei jetzt aufgefordert, die entsprechenden Maßnahmen zusammen mit dem Bund in die Wege zu leiten.

Im Jahr 2020 stehen für den Freistaat Bayern insgesamt 2,4 Milliarden Euro zur Verfügung, davon sind 1,3 Milliarden Euro Landesmittel und 1,1 Milliarden Euro Bundesmittel. Die Mittelvergabe seitens des Freistaats erfolge in enger Abstimmungmit den kommunalen Spitzenverbänden.

Folgende Pauschalen fließen laut Presseschreiben an die Gemeinden in der Region: Abtswind 334 856 Euro, Albertshofen 320 191 Euro, Biebelried 59 946 Euro, Buchbrunn 37 143 Euro, Castell 31 475 Euro, Dettelbach 1 218 618 Euro, Geiselwind 76 407 Euro, Großlangheim 241 770 Euro, Iphofen 3 026 223 Euro, Kitzingen 2 332 863 Euro, Kleinlangheim 126 164 Euro, Mainbernheim 522 336 Euro, Mainstockheim 81 480 Euro, Markt Einersheim 241 742 Euro, Marktsteft 36 774 Euro, Martinsheim 80 106 Euro, Nordheim 38 060 Euro, Obernbreit 43 221 Euro, Prichsenstadt 750 124 Euro, Rödelsee 203 811 Euro, Rüdenhausen 54 862 Euro, Schwarzach 79 014 Euro, Segnitz 102 735 Euro, Seinsheim 46 323 Euro, Sommerach 35 957 Euro, Sulzfeld 46 396 Euro, Volkach 231 379 Euro, Wiesenbronn 367 022 Euro, Willanzheim 245 549 Euro.