Markt Einersheims Bürgermeister Herbert Volkamer (Freie Wähler) ging mit der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats, die wegen der Corona-Vorschriften in der Mehrzweckhalle stattfand, in seine zweite Amtszeit. Seine dritte Amtsperiode als Stellvertreter begann Gerd Fuchs (CSU) und bei der Position des dritten Bürgermeisters standen zwei Kandidaten zur Disposition. Dabei setzte sich der von Herbert Volkamer vorgeschlagene Tobias Schramm (Freie Wähler) mit neun Stimmen gegen den von Franz Vogel (SPD) vorgeschlagenen Sozialdemokraten und bisherigen Amtsinhaber Marcus Hegwein mit vier Stimmen durch.

Das Gremium segnete die Regelungen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts sowie die Geschäftsordnung ab. Darin war enthalten, dass der Betrag für die Bewirtschaftungsbefugnis des Bürgermeisters von 4000 auf 5000 Euro angehoben wird. Das Gremium hat einen Bauausschuss, in dem Tobias Schramm, Rolf Lupold, Erwin Offner (alle Freie Wähler) sowie Bent Hanel und Christian Lackner (beide CSU), sowie Marcus Hegwein vertreten sind.

Posten in den Ausschüssen vergeben

Im Rechnungsprüfungs- und Finanzausschuss sitzen Tobias Schramm, Rolf Lupold und Gabriele Klein (alle Freie Wähler), Franz Vogel sowie Christian Lackner und Marcus Hegwein. Mitglieder im Landwirtschafts- und Umweltausschuss sind Erwin Offner, Karin Gamm und Anja Buchfelner (alle Freie Wähler), Christian Lackner und Gerd Fuchs (CSU) sowie Marcus Hegwein. Kraft Gesetzes vertritt Herbert Volkamer die Gemeinde in der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Iphofen, neben ihm sind noch Rolf Lupold und Gerd Fuchs dabei.

Im Schulverband Hellmitzheimer Bucht wirken künftig Herbert Volkamer und Gabriele Klein, während nur der Bürgermeister dem Iphöfer Schulverband angehört. Die Referenten der Gemeinde sind Anja Buchfelner (Jugend), Karin Gamm (Tourismus) und Rolf Lupold (Senioren). Als einziger in Markt Einersheims ist Herbert Volkamer als Standesbeamter befugt.    

"Alle haben das Vertrauen und einen Wahlauftrag der Wähler erhalten, dem wollen wir in den kommenden sechs Jahren gerecht werden", sagte Herbert Volkamer. Er erinnerte an die  konstruktive und offene Zusammenarbeit im Ratsgremium in den vergangenen sechs Jahren und  wünschte sich auch weiterhin sachliche Diskussionen am Ratstisch.

Wichtigsten Projekte vorgestellt

Die Arbeit im Gemeinderat sei herausfordernd, aber auch schön, wenn man Erfolge sehe. Es gelte, dringende von wünschenswerten Dingen und Projekten zu unterscheiden und wirtschaftlich zu denken in Zeiten von niedrigeren Einnahmen und höheren Ausgaben. Heute stünden die Gemeinde und unsere Gesellschaft wegen der Folgen der Corona-Pandemie vor einer ungewissen Zukunft.

Die Fertigstellung des terroir-f-Punktes, das Anwesen Marktplatz 1 oder die Einrichtung eines Heimatmuseums im Würzburger Tor seien die wichtigsten Projekte, die den Gemeinderat heuer beschäftigen.

Herbert Volkamer legte die Wasserbilanz für das Jahr 2019 vor. Dabei hatte die Gemeinde 60 000 Kubikmeter Trinkwasser eingekauft und davon 57 000 Kubikmeter an die Bürger verkauft. Der Wasserverlust bezifferte sich im vergangenen Jahr auf 6,14 Prozent, das war ein Fortschritt gegenüber noch 8,5 Prozent im Jahr 2018.

Bauvoranfrage für Photovoltaikanlage abgelehnt

Die Ratsrunde lehnte die Bauvoranfrage der Hellmitzheimer Herbert Weigand und Rainer Düll für den Bau einer Freiflächen-Photovoltaikanlage ab.

Der Bürgermeister hatte die gute Nachricht, das die zwei aus Markt Einersheim beim Amt für ländliche Entwicklung beantragten Projekte aus dem Regionalbudget von der ILE-Kommission genehmigt wurden. Die Gemeinde erhält 4900 Euro für die Anschaffung einer Nestschaukel und der Sportverein bekommt 4000 Euro als Zuschüsse für die Einzäunung des Sportgeländes.

Verdienst im Gemeinderat

In nichtöffentlicher Sitzung befand der Gemeinderat über das Gehalt des Bürgermeisters. Die Ratsrunde gestand Herbert Volkamer eine Gehalterhöhung um zehn Prozent zu und rundete das Salär auf monatlich 4000 Euro auf. Die Aufwandsentschädigung für den zweiten Bürgermeister beträgt 325 Euro und der dritte Bürgermeister bekommt 175 Euro. Das Gremium beschloss mit sieben zu sechs Stimmen, das Sitzungsgeld von 20 auf 25 Euro anzuheben.
Quelle: hhe