In Wiesentheid hieß am Sonntag Abschied nehmen von der Mauritiuskirche, die in den nächsten Jahren im Innenraum umfassend saniert werden wird. Die katholische Kirchengemeinde beging den Umzug in ihr neues Domizil im Pfarrheim mit einer feierlichen Messe.

"Wir nehmen mit, was uns wichtig ist und was uns dort beheimatet!", sagte Pfarrer Peter Göttke, der mit den Geistlichen Alfons Junker, Winfried Heid, Diakon Karl Leierseder und Pater Stefan von den Schönstadt-Patres die feierliche Messe zelebrierte.

Mitten im Evangelium brach der Gottesdienst ab, und die Relikte einer Kirche - vom Weihwasser über die Osterkerze samt Ständer, Monstranz und Marienstatue - wurden in einer Prozession unter Begleitung der Kirchenmusiker ins Pfarrheim überführt. Dort feierte man in dem neuen Saal die Messe zu Ende.


Die Kirche wird verschlossen, nur der Architekt kann sie wieder öffnen

Doch zuvor wurde die schwere Tür der Mauritiuskirche von Mesnerin Annaliese Aschermann sorgsam verschlossen und der Schlüssel dem Architekten Georg Böswald von Brunn überreicht, dem die Renovierung der Kirche in den nächsten Jahren obliegt.

"Wir verlassen für viele Jahre diese Kirche, um in ein Ausweichquartier zu wechseln. Wir hoffen, dass unser Gotteshaus dann wieder voller Glorie erstrahlen wird!", drückte Göttke seine Hoffnungen aus.