Zum Jahresende sind Dankesworte in den politischen Gremien keine Seltenheit. Wird das ganze Jahr über viel kritisiert, so gehört es sich doch, kurz vor Weihnachten auch mal zu loben – selbst über Parteigrenzen hinweg.

Die Kitzinger Bürgermeisterin Astrid Glos (SPD) ließ es sich nicht nehmen, in der letzten Stadtratssitzung Worte des Dankes an Oberbürgermeister Stefan Güntner (CSU) zu richten. "Sie führen das Amt mit Freude und Leidenschaft", attestierte Glos dem OB. "Die neue Handschrift" im Rathaus sei erkennbar.

Wände voller Ideen und Notizen

Manches Mal könne einem regelrecht schwindlig werden, wenn man die Wände seines Amtszimmers sehe, auf denen Ideen und Initiativen aufgeschrieben seien.

Glos dankte namens des Stadtrats für die "große Offenheit". Sie lobte Güntners Arbeitsweise, der sich mit Eifer daran machte, den Stau der Baugenehmigumgen in der Verwaltung auflösen zu lassen. Der neue Rathauschef nehme die Bürger mit, befand die Bürgermeisterin und dankte bei dieser Gelegenheit auch für das offene Ohr der Verwaltung. Dafür gab es Applaus aus dem Stadtrat.

Leidenschaft des OB für Süßes

Als Weihnachtsgeschenk hatte das Gremium die Leidenschaft Güntners für Süßigkeiten und Cola aufgegriffen und ihm, wie Glos sagte, Nachschub für "Nervennahrung in stürmischen Zeiten" übergeben.

"Ich bin stets bemüht, Sie alle einzubinden", antwortete Güntner und räumte ein: "Ich habe nicht allein den Stein der Weisen." Er dankte den Mitarbeitern der Stadtverwaltung, "die mit mir einiges ertragen müssen, vieles mittragen und mich auch manchmal auf den richtigen Weg zurückführen". Mit dem kommenden Jahr verband er "die Hoffnung auf ein viel cooleres 2021".