Als stolzer Schulleiter präsentierte sich bei der Verabschiedung der Absolventen der Dr. Ernst-Schmidt-Realschule der Rektor, Hartmut Weis. "Ihr habt Eure Probe hervorragend bestanden, Ihr wart ein ganz besonders leistungsstarker Jahrgang und habt eine sehr gute Abschlussprüfung abgelegt", freute sich er sich am Freitag. 21 von 98 Absolventinnen und Absolventen haben im Abschlusszeugnis einen Einser vor dem Komma. Schulbeste war mit der Note von 1,18 Anastasia Ramin aus Herreth.

Realschulkonrektor Florian Schraud, der im Laufe der Verabschiedung oft mit dem ihm eigenen Zitat, "die Schule ist kein Ponyhof" zitiert wurde, willkommen. Geschwitzt mögen manche Schüler haben, als sie über ihren Prüfungen "brüteten". Der Schweiß lief ihnen bei der Zeugnisübergabe in der "heißen" Turnhalle der Förderschule nochmals über die Stirn, ebenso wie Lehrern und Gästen.

Das veranlasste Bürgermeister Hennemann für künftige Entlassfeiern die "kühlere" Frauengrundhalle anzubieten.

Die Leistung von zwei Klassen rückte Schulleiter Weis besonders in den Fokus. "Eure Leistungen haben einiges an Anstrengung abverlangt und sicher ist der eine oder die andere von Euch dabei bis an seine Grenzen gegangen", sagte er.

"Anstrengungen machen gesund und stark", bemühte Weis ein Zitat von Martin Luther. Wenn dem so sei, dann sollten die Anstrengungen nicht geschadet haben. Besonders hob er die "Topleistungen" der Klassen 10a und 10d in Mathe und Sozialwesen hervor.

Erfreut zeigte er sich, dass alle Absolventen einen "sicheren Anschluss" nach ihre Realschulzeit in der Tasche hätten.

Die "Pionierchorklasse" habe heuer auch ihren Abschluss. "Ihr habe unser Schulleben bereichert."


Gutes Miteinander

Weis ging auf diejenigen ein, die sich besonders als Klassensprecher, Streitschlichter, Tutoren, Schülerlotsen und Schulsanitäter engagiert hatten. Er habe die Zusammenarbeit stets konstruktiv empfunden. Auch diejenigen die sich in musikalischen Gruppierungen einbrachten, vergaß er nicht.

Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD): "Wir sind froh und stolz, dass wir die Realschule und alle anderen Schulen vor Ort haben und somit ein breites Bildungsspektrum anbieten können, das ist ein wichtiger Standortfaktor", sagte er. "Sie haben in Ihrer Schulzeit an der Dr. Ernst-Schmidt-Realschule, ganz im Sinne ihres Namensgebers, Grundlagen, Bildung und Werte erfahren, um zukünftig selbstständig denkende, soziale, verantwortungsvolle Menschen und mitgestaltende Demokraten zu werden." Das seien Grundlagen für eine funktionierende, demokratische und tolerante Gesellschaft. "Der Respekt im Umgang mit anderen, frei von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, legt die Grundlage für unsere Demokratie", so Hennemann.

Landrat Wilhelm Schneider (CSU) sagte, dass sich für die Absolventen das Lernen gelohnt habe. "Ihr Abschlusszeugnis ist Beleg für alle Strapazen und Mühen und zeigt, dass sie erfolgreich waren."

Das Ende der Schulzeit sei gleichzeitig Anfang eines neuen Weges mit mehr Eigenverantwortung für jeden Einzelnen und vorerst ein Weg ins "Unbekannte". Steine die einem womöglich in den Weg gelegt würden, gelte es beiseite zu räumen, um seinen Weg zielstrebig zu gehen.

"Sie werden sich Veränderungen stellen müssen, können aber ihren Fähigkeiten vertrauen", ermunterte Wilhelm Schneider. Das Rüstzeug hätten die Schüler in der Dr. Ernst-Schmidt-Realschule erhalten.

Mit dem Hinweis auf einen aufnahmebereiten Arbeitsmarkt könne man getrost in die Zukunft schauen. Er wies auf viele heimische Unternehmen und Handwerksbetriebe hin, die qualifizierte Mitarbeiter suchen.


Landkreis investiert 7 Millionen

Dass dem Landkreis die Schulen am Herzen liegen, machte er mit der Investition, die für die Realschule Ebern läuft, deutlich. Insgesamt sieben Millionen Euro würden für den Anbau und die Generalsanierung der Schule in die Hand genommen. "Wir wollen, dass unsere Jugendlichen die besten Rahmenbedingungen für eine qualitativ hochwertige schulische Ausbildung vorfinden", schloss der Landkreischef.

Für den Elternbeirat gratulierte Bettina Stubenrauch und brachte ein leeres Buch mit, als Symbol, dass die Absolventinnen und Absolventen künftig "das Buch ihres Lebens" selber schreiben müssen, nachdem das "Buch Schulzeit" mit dem Erlangen der Mittleren Reife geschlossen wurde.

Stubenrauch machte den Schülerinnen und Schülern Mut, zuversichtlich nach vorne zu blicken.
Schulbeste wurde die 16-jährige Anastasia Ramin aus Herreth, die für sich eine positive Bilanz an der Realschule zog. "Das Schulleben hat mir sehr gefallen und wir hatten vielfältige Möglichkeiten, uns zu entfalten und in verschiedenen Gruppen einzubringen", sagte sie.

Ihr Wunsch, Tiermedizinerin zu werden, wird sie nun erst einmal an die Fachoberschule nach Triesdorf führen, wo sie das Abitur ablegen möchte.

Vier Schülerinnen und Schüler hielten im Dialog die Schülerabschlussrede. Hierbei blickten sie frivol-lustig auf ihre Schulzeit zurück, brachten Events vor, die nur "Eingeweihte" wissen konnten und stellten die Eigenarten ihrer Lehrerinnen und Lehrer in den Fokus.

Die Absolventen der Klassen 10a bis 10d nahmen aus Händen des Schulleiters und ihrer Klassenleiter ihre Zeugnisse entgegen.

Dabei gab es viel Lob und Anerkennung für die Lehrkräfte, die ebenso erfreut waren mit den Schülerinnen und Schülern eine erfolgreiche Schulzeit abschließen zu können.

Die Abschlussveranstaltung wurde von der Schulband unter Leitung von Bernd Schmidt musikalisch begleitet. Auch Schmidt zeigte sich stolz und erfreut über die Zeit, die er mit den Mitgliedern der Musikgruppen verbringen durfte.

Topleistung Die Schulbesten der Realschule Ebern kommen in diesem Jahr aus der Klasse 10c. Anastasia Ramin erreichte einen Notendurchschnitt von 1,18 und Katharina Fiedler 1,33, ebenso wie Tanja Korn von der Klasse 10b. 21 Schülerinnen und Schüler, das sind 21,43 Prozent, haben eine eins vor dem Komma.

Für beste Arbeiten wurden ausgezeichnet: Daniel Arnold (Physik), Laura Wild (Betriebswirtschaft), Anastasia Ramin (Französisch), Franziska Sperber (Sozialwirtschaft) und Anastasia Ramin (Schulbeste). Für besonderes Engagement an der Schule standen Lukas Schmittlutz, Christoph Marks und Florian Türk auf dem Treppchen. Gedankt wurde den Mitgliedern der Schülermitverwaltung, Franziska Sperber, Johannes Steinert und Marie Brandl durch den Lehrkräften Anja Kilian und Florian Schubert. Geehrt wurden als ausscheidende Schulsanitäter Christoph Marks, Danny Reichart, Florian Türk und Daniel Arnold von Konrektor Florian Schraud.

Für ihren Einsatz als Schülerlotsen zeichnete Joachim Hupp, Leiter der PI Ebern, Florian Türk, Martin Merget und Niklas Damm aus. Als Mitglieder der Theatergruppe erfuhren Anna Steinert, Jana Hornung, Miriam Wever, Christian Konstanz, Vincent Konstanz, Franziska Sperber und Lene Stark Anerkennung von Lehrer Ulrich Offenwanger.

Die Mitglieder der Musikgruppen würdige Musiklehrer Bernd Schmidt. Alle, die besondere Leistungen im schulischen Bereich erbracht und sich sozial besonders engagiert hatten, erhielten Präsente von Sponsoren aus der Geschäftswelt.