Versammelt im Tempel des Salomon in Jerusalem beweinen Hebräer und Leviten das Schicksal des Volkes von Israel. Es wurde von Nabucco, dem König von Babylon, geschlagen, der an der Spitze seines Heeres in die Stadt einzieht. Der große Pontifex Zacharias macht den Gläubigen Mut, denn Fenena, die Tochter Nabuccos, ist in ihrer
Hand und erweist sich nun als wertvolle Geisel.

So begann die Verdi-Oper in vier Akten, die am Mittwochabend das Schlosshof-Festival eröffnete, das noch bis Sonntag andauert. An Sommerabenden in der Arena von Verona (an der Etsch gelegen) seit Jahrzehnten ein Publikumsmagnet avanciert, erfuhr die Erzählung aus dem Alten Testament im einstigen Wasserschloss an der Baunach eine opulente Kopie mit beeindruckenden Bühnenbildern, Kostümen und beeindruckenden Gesangsdarbietungen.