Er hatte wohl mit einigem gerechnet zu seinem 60. Geburtstag, aber dass es ein eigens eingebrautes "Wilhelms-Bräu" geben würde, damit hatte Landrat Wilhelm Schneider nicht gerechnet. Groß war die Gratulantenschar in der Stadthalle in Eltmann - Regierungspräsident, Bezirkstagspräsident, Abgeordnete, Kreisräte, Bürgermeister, Nachbarlandräte, Behördenleiter, Vertreter von Hilfsorganisationen, Mitarbeiter, Wegbegleiter und Freunde waren gekommen.

So hatte der stellvertretende Landrat Michael Ziegler eine ganze Liste von Begrüßungen abzuarbeiten. Diese Gästeliste zeige aber auch die hohe Wertschätzung, die Wilhelm Schneider im Landkreis und darüber hinaus genieße, sagte Ziegler. Seine bürgernahe, freundliche und offene Art werde allseits geschätzt.

Die Laudatio hielt Staatssekretär Gerhard Eck, der Wilhelm Schneiders Werdegang nachzeichnete. Schon im Alter von 25 Jahren wurde er in Maroldsweisach in den Gemeinderat gewählt. Bald wurde er Dritter Bürgermeister und Kreisrat, 2002 dann Erster Bürgermeister und 2014 Landrat.

In allen Ämtern habe er sich immer für die Region engagiert. Als Landrat lägen ihm die Haßberg-Kliniken, der Steigerwald und die Bildung besonders am Herzen. Wilhelm Schneider sei ein Teamplayer, der Politik immer transparent mache und möglichst viele in die Entscheidungsprozesse einbinde.

Ein "guter Nachbar"

Für alle unterfränkischen Landräte überbrachte deren Sprecher Thomas Habermann die herzlichsten Glückwünsche. Er würdigte die Integrationsfähigkeit, die Geradlinigkeit und Lockerheit von Wilhelm Schneider, ob im Amt, im Privatleben oder im Sport. Und das kirchliche Engagement, der Glaube rundeten das Leben richtig ab.

Auch für einen erfolgreichen Politiker seien Familie und Freunde das wahre Fundament im Leben, betonte Habermann. Das wisse Wilhelm Schneider, und deshalb bemühe er sich um eine gute Balance zwischen Amt und Privatleben. Habermann dankte dem "guten Nachbarn" für seine Verlässlichkeit und bezeichnete ihn als "engagierten Entwickler seiner Heimat".

Für alle Bürgermeister und die Bürgermeisterin im Landkreis Haßberge gratulierte Dieter Möhring und dankte für das faire Miteinander. Sogar aus der schwedischen Partnerstadt Lindesberg war der ehemalige Bürgermeister Arnold Bengtsson angereist.

Dann kam die Überraschung ...

Und als sich Wilhelm Schneider gerade bereitmachen wollte für seine Dankesworte, kam die Überraschung: Eine Gruppe um Ehefrau Larissa, Michael Ziegler, einige Bürgermeister und Kreisräte hatten in einer geheimen Mission im Kommun-Brauhaus in Buch ein Bier eingebraut, "das hervorragend schmeckt, obwohl mein Kopf das Fass ziert", sagte Wilhelm Schneider nach dem Fass-Anstich lachend. "Und ich hab gedacht, ich hab hier im Landkreis alles im Griff", lachte er über diese Überraschungsaktion.

Schneider betonte, dass ein Mensch alleine nichts erreichen könne: "In jedem Bereich des Lebens braucht man eine gute Gemeinschaft." Alle Anwesenden forderte er auf, "weiterhin täglich das Beste für unsere Bevölkerung anzustreben und für die Demokratie einzutreten".

Anstelle persönlicher Geschenke zu seinem Geburtstag hatte Landrat Wilhelm Schneider um Spenden gebeten, die der Hospizarbeit der Malteser in Unterfranken und der Palliativstation des Krankenhauses Ebern zugute kommen sollen.