Matthias Schneider (CU), der in diesem Jahr in seinem Amt als Bürgermeister von Theres bestätigt worden war, wurde in der Sitzung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Theres-Gruppe auch wieder einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Außerdem verabschiedete der Verband seinen Haushalt 2017.

So schließt der Verwaltungshaushalt mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 650 750 Euro, während im Vermögenshaushalt Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 388 450 Euro vorgesehen sind.

Der Zweckverband versorgt insgesamt 4770 Einwohner in Gädheim, Ottendorf, Greßhausen, Obertheres, Untertheres, Buch, Abersfeld und Waldsachsen. An die Verbandsanlagen sind 1513 Grundstücke angeschlossen. Die im Jahr 2016 verkaufte Wassermenge betrug 179 148 Kubikmeter. Der Wasserpreis liegt aktuell bei 2,08 Euro/m³ zuzüglich der Mehrwertsteuer. Im Verbandsgebiet gibt es vier Hochbehälter und ein Maschinenhaus; die Ortsnetze und Fernleitungen betragen rund 48 Kilometer.


Viel Fachwissen

Da mit dem Stadtwerk Haßfurt für die Wasserversorgung ein Betriebsführungsvertrag abgeschlossen wurde, werden die Hauptaufgaben weiterhin über den Bauhof Theres erledigt. Durch den Betriebsführungsvertrag hat der Wasserzweckverband aber personelles "Know-how" und eine adäquate Vertretung sowie eine "Notruf-Hotline". Ebenso stehen dem Bauhof hoch qualifizierte Fachkräfte für den Bereich Wasserversorgung zur Seite.
Wie der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Theres, Markus Hahn, in der Sitzung mitteilte, stellen die größten Einnahmen im Verwaltungshaushalt die Wasserverbrauchsgebühren (475 000 Euro) dar. Die größten Ausgaben (200 000 Euro) entfallen auf den Fremdwasserbezug. In diesem Jahr ist eine Zuführung zum Vermögenshaushalt von 29 450 Euro geplant, wobei die Mindestzuführung von 80 452 Euro aber nicht erreicht werden kann.


Hohe Ausgaben

Der Vermögenshaushalt sieht für Sanierungen im Verbandsgebiet Ausgaben von 120 000 Euro vor. Für die Erschließung der Baugebiete in Gädheim und Obertheres sind Ausgaben von 50 00 Euro zuzüglich Nebenkosten eingeplant. Im Gegenzug wurden für die entstehenden Bauplätze Herstellungs- und Verbesserungsbeiträge in Höhe von 152 000 Euro veranschlagt. Ebenso sind die Restzahlungen der Hochbehältersanierungen von 5000 Euro zuzüglich Nebenkosten eingeplant.

Zu Beginn des Jahres 2017 hatte der Verband 737 255 Euro Schulden; am Ende dieses Jahres wird sich der Schuldenstand auf voraussichtlich 656 803 Euro belaufen.
Wie Markus Hahn weiter berichtete, ist im Jahr 2016 der Wasserverbrauch wieder gesunken. Durch die Erschließung von neuen Baugebieten in Obertheres und Gädheim und den dadurch zu erwartenden Einwohnerzuwachs werde wohl auch der Verbrauch künftig etwas steigen.

Die Wasserverluste waren im letzten Jahr erfreulich niedrig. "Allerdings können wir dies nicht nachvollziehen", so Markus Hahn. "Dennoch ist es wichtig, auf die Wasserverluste ein besonderes Augenmerk zu richten."


Rechnugsprüfung

Zuvor hatte der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Matthias Stadler, nach der örtlichen Rechnungsprüfung der Jahresrechnung 2015 eine ordnungsgemäße Buchführung festgestellt. Die Überschreitungen in Höhe von 117 108 Euro (davon 92 702 Euro aus der Umsatzsteuer) wurden einstimmig anerkannt. Abschließend erteilte die Verbandsversammlung Entlastung für das Jahr 2015.
Der Vorsitzende Matthias Schneider monierte, dass die Ortsdurchfahrt von Waldsachsen saniert werde, ohne dass der Zweckverband informiert worden sei. Nun sei es aber notwendig, drei Schieber und ein Schieberkreuz auszuwechseln. Dabei sei es jetzt problematisch, eine Firma für die Arbeiten zu finden.

In der Sitzung wurde Stefan Rottmann, Bürgermeister der Gemeinde Schonungen, zum Mitglied des Verwaltungsrats des "gemeinsamen kommunalen Kooperations- und Serviceunternehmens Haßberge" (gKU) bestellt. Zu seinem Stellvertreter wurde der Schonunger Gemeinderat Wolfgang Perschke gewählt.