Im Stadtgebiet von Ebern gibt es 15 Friedhöfe. Zwei, in Bramberg und in Albersdorf, wurden bei der Sitzung des Bauausschusses am Mittwochnachmittag in Augenschein genommen. In Bramberg stellte Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) neue Ideen für Bestattungen vor, in Albersdorf soll die etwa drei Meter hohe Thujenhecke entfernt werden.

Diskussionen über alternative Bestattungsmethoden wären derzeit aktuell, sagte der Bürgermeister am Friedhof in Bramberg. Der Friedhof, am Fuße der Ruine Bramburg, böte von seiner Anlage her gute Möglichkeiten für verschiedene Bestattungsmethoden. "Unser Ziel sollte es sein, Bestattungsmöglichkeiten anzubieten, die für Angehörige möglichst wenig Arbeit bringen, der Trend geht einfach dahin", sagte Hennemann. Nach seinen Worten wären im Stadtgebiet heute schon 80 Prozent der Beerdigungen Urnenbestattungen. Deshalb werde weniger Platz auf den doch teils großflächigen Friedhöfen benötigt:. "Wir sind heute hier, um einfach mal zu überlegen, was wir hier in Bramberg anbieten könnten, und wir werden uns so nach und nach auch Gedanken über weitere Friedhöfe im Stadtgebiet machen."

Bei der Verwirklichung von Ideen will man den Kreisfachberater mit einbeziehen. "Wir wollen unsere Friedhöfe zukunftsfähig aufstellen", sagte der Bürgermeister. In Bramberg wären sogar einige Baumbestattungen neben Urnengräbern möglich. Dabei solle der Charakter des Friedhofes erhalten bleiben.


Ringsum eingegrünt

Der Friedhof in Albersdorf ist auf einer Länge von etwa 270 Metern von einer mehr als drei Meter hohen Thujenhecke umgeben, die diesen nach außen völlig abschottet. Das an sich wäre nicht das Problem, aber die Pflege der Hecke des knapp 4000 Quadratmeter großen Gottesackers sei mit einem immensen Arbeitsaufwand für den städtischen Bauhof verbunden. Laut Jürgen Hennemann habe der örtliche Stadtrat Werner Riegel (SPD) dieses Problem auch schon bei den Bürgern des Ortes angesprochen. Riegel: "Mir tun die Arbeiter unseres Bauhofes leid ,wenn ich sehe, wie sie sich beim Rückschnitt und der Pflege plagen." Der Rückschnitt sei im Übrigen nur mit einem Hubsteiger möglich, sagte Bauamtsleiter Martin Lang, was der Bürgermeister bildlich dokumentierte. "Die Pflege der Hecke belastet unseren Bauhof schon sehr stark", stellte Lang fest.

Der Bauausschuss beschloss einstimmig, die Hecke zu entfernen und eine neue Einfriedung vorzunehmen. Klar sei, dass der Charakter, wie er heute vorhanden ist, dann nicht mehr gegeben wäre, sagte Martin Lang. Eine neue Hecke werde man höchsten auf 1,50 Meter Höhe wachsen lassen. Eine Hainbuchen- oder Ligusterhecke wurde als neue Umfriedung vorgeschlagen. Werner Riegel meinte, dass man die Maßnahme auf das nächste Jahr verschieben sollte.