Rund 1000 Besucher wird die "Theatergruppe AKW - Autonomer Kulturkreis Wonfurt" in diesem Jahr mit ihren neun Vorstellungen des Stücks "Hauptsache, schön" von Georg Ludy begeistern. Dabei machen die acht Laienschauspieler dem Lustspiel alle Ehre: Das Publikum wird in "good vibrations", gute Schwingungen, versetzt und kann dabei nach Herzenslust lachen. Schon die ersten beiden Aufführungen im Pfarrsaal waren ein voller Erfolg für die gesamte Gruppe mit allen Helfern vor und hinter der Bühne.

Seit vielen Jahrzehnten erfreuen Schauspieler in Wonfurt ihr Publikum mit Theateraufführungen. In diese Tradition reihte sich 1987 eine neue Gruppe von Schauspielern unter der Bezeichnung "Theatergruppe der KjG-Wonfurt" ein. Vor 25 Jahren dann ergriff Michaela Selig die Initiative zur Regie und trommelte bewährte Schauspieler und vielversprechende neue Talente zusammen.

Erlös wird gespendet

Seit 1997 nennt sich diese Gruppe "Theatergruppe AKW - Autonomer Kulturkreis" und spendet den Erlös ihrer Vorstellungen vielen guten Zwecken. Jedes Mitglied bringt sein Talent ein, sei es beim Bühnenbau, bei Grafik und Design oder bei der Bewirtung. "Wir sind alle ehrenamtlich tätig und unser einziger Lohn ist Ihr Vergnügen, Ihr Lachen und Ihr Applaus", brachte es Wolfgang Voit zu Beginn der diesjährigen Vorstellung auf den Punkt.

Dieser Lohn fällt heuer sehr reichlich aus. Denn die Zuschauer zeigten schon bisher immer wieder ihre Begeisterung und belohnten die Darsteller und ihre Helfer mit herzlichem Applaus.

Das Stück spielt in der Schönheitsklinik "Maintal", die gerade renoviert wird. Für die Dauer der Arbeiten hat sich der Klinikinhaber, ein renommierter Schönheitschirurg, auf einen Ärzte-Kongress verabschiedet und sein Pflegepersonal in Urlaub geschickt. Nur die beiden Putzfrauen Waltraud und Gundi, in deren Rollen Heidi Tempel und Chris Wagenhäuser brillieren, versehen pflichtbewusst ihren Dienst.

Trubel in der Schönheitsklinik

Da betreten der Malermeister Klaus, hervorragend gespielt von Thomas Schuck, und sein Geselle Harry, eine tolle Rolle für Wolfgang Voit, die Schönheitsklinik. Waltraud und Klaus, denen der gemeinsame Schulabschlussball bis heute nachgeht, täuschen sich gegenseitig vor, Schönheitsärzte zu sein.

Das geht allerdings nur so lange gut, bis sich wider Erwarten Patienten einfinden: Barbie, wunderschön überdreht dargestellt von Thekla Selig, die ein Casting zu "Deutschland sucht die Superbarbie" gewinnen will, und Heinz (Horst Schneider), der das Problem seiner Tränensäcke in den Griff zu bekommen versucht. Und dann geht es auf einmal drunter und drüber. Dazu tragen der plötzlich auftauchende Dr. Fleischhauer (Dieter Krohe) und die neue Krankenschwester Irene (Michaela Selig) ganz erheblich bei.

Alle Schauspieler überzeugten durch ein sehr authentisches, ja geradezu leidenschaftliches Auftreten, durch kleine und größere, humorvolle Gesten, fränkische Mundart und vor allem durch die gemeinschaftliche Leistung, die Alexander Bähr als Souffleur unterstützte. Die Gesamtleitung für das äußerst spannende und lustige Stück liegt auch heuer wieder in den bewährten Händen von Michaela Selig.