Nach der Niederlage beim SC Eltersdorf musste der FC Sand auch bei seinem ersten Heimspiel der Saison in der Fußball-Bayernliga Nord gegen die U23 der Kickers Würzburg alle drei Punkte abgeben. Ausgerechnet beim TSV Aubstadt, der stark die Saison gestartet ist, hoffen die Sander nun auf den ersten Punktgewinn. Damit es zur Überraschung kommt, muss von der Sander Mannschaft aber mehr kommen als gegen die Kickers-Reserve, gegen die sie nach Meinung der meisten Zuschauer zu Recht verloren hat. Spielbeginn in Aubstadt ist am Samstag um 16 Uhr.

Angesichts der Leistung der Sander Mannschaft gegen Würzburg dürfte es bei der Spielersitzung am Donnerstag deutliche Worte gegeben haben. Gleich mit mehreren seiner Spieler wird Trainer Uwe Ernst nicht zufrieden gewesen sein. "Wir sind nicht in die Schnittstellen des Gegners gekommen", bemerkte er bereits am Mittwoch unmittelbar nach dem Abpfiff und meinte damit wohl, dass aus dem Mittelfeld heraus kaum Impulse für das Sander Offensivspiel kamen. Durch fehlendes Nachsetzen gelang es nicht, in den Gästestrafraum einzudringen, und auch Schüsse aus der zweiten Reihe gab es nicht.

Beim TSV Aubstadt muss die Mannschaft mit anderen Tugenden aufwarten. Den Gastgebern gelang ein furioser Saisonstart mit einem 4:0-Sieg über die SpVgg Weiden. In ihrem zweiten Spiel mussten die Grabfelder am Mittwoch jedoch bei der DJK Bamberg eine 2:3-Niederlage quittieren. Wurde gegen Weiden noch euphorisch ein "Umschaltspiel aus dem Lehrbuch" gelobt, so kam der TSV auf dem ungewohnten Kunstrasenplatz in Bamberg erst nach einem 0:3-Pausenrückstand in die Gänge.


Weiter einige Ausfälle

Im Frühjahr dieses Jahres gelang dem FC Sand mit einem 3:1-Sieg in Aubstadt ein unerwarteter Erfolg. Den zu wiederholen wird für die neu formierte Sander Mannschaft schwer. Trainer Ernst muss weiterhin auf einige verletzte Schlüsselspieler verzichten. Zusätzlich wird nun auch noch Christopher Gonnert berufsbedingt ausfallen. Ernst hofft deshalb auf die Rückkehr von Andre Karmann in den Kader. Sebastian Wagner wird mit einem Muskelfaserriss und Florian Gundelsheimer mit Knieproblemen weiterhin ausfallen. "Wenn wir etwas erreichen wollen, müssen wir als eine Einheit auftreten. Einer muss für den anderen mitlaufen und bis zum Gehtnichtmehr kämpfen", fordert der Sander Trainer.

Sein Team muss sich auf schnelle Gegenstöße über die Flügel einrichten. Die körperlich robusten Grabfelder haben mehrere Individualisten wie den torgefährlichen Mittelstürmer Julian Grell oder den schellen Martin Thomann, der sich über die rechte Seite immer wieder in die Offensive einschaltet, in ihren Reihen. Neuzugang Philipp Kleinhenz (vorher FC Schweinfurt 05) ist eine erhebliche Verstärkung. Die Aubstadter stellen eine ausgezeichnete Bayernliga-Mannschaft, die schon seit Jahren in den oberen Rängen mitspielt. Somit kann der FC Sand nur Außenseiter sein. Ernst erwartet von seiner Truppe in Bezug auf Disziplin, Einsatz und Zweikampfstärke aber Wiedergutmachung. "Wenn man den Anspruch hat, Bayernligaspieler zu sein, dann kann man das am besten auf dem Platz zeigen", sagt der Coach. "Wir müssen über den Kampf ins Spiel kommen. Aus einer gesicherten Abwehr heraus können wir dann versuchen, Stiche zu setzen. Vielleicht gelingt uns durch die eine oder andere besondere Aktion eine Überraschung".


Ein Punkt wäre ein schöner Erfolg für die Sander

Ein gutes Omen könnte sein, dass die Sander von 17 Begegnungen gegen die Grabfelder zwölf gewonnen haben und nur zweimal verloren. Diesmal wäre der Trainer bereits mit einer Punkteteilung zufrieden. Nach zwei verlorenen Spielen würde ein solcher Erfolg die Moral der "Schwarz-Weißen" wieder deutlich anheben. Der Fan-Bus "Ostkurve" fährt am Sportheim-Parkplatz am Samstag um 14.30 Uhr nach Aubstadt ab.