Das Wetter hatte laut Trainer Martin Reichert keinen Einfluss auf den Verlauf des Spiels. Es war vielmehr der verschlafenen Anfangsphase geschuldet, dass die Haßfurter Hawks zum Abschluss der Eishockey-Landesligavorrunde die Partie im Vilshofener Freiluftstadion als Verlierer verlassen mussten. Bei der 7:5-Niederlage spielten auch zahlreiche personelle Probleme eine große Rolle. ESV Vilshofen - ESC Haßfurt 7:5

(5:1, 0:3, 2:1) Beruflich, verletzungs- oder privatbedingt traten neben dem hoffentlich bald wieder einsatzfähigen David Franek auch Lucas-Andreas Thebus, Georg Lang, Max Zösch, Philipp Bates und Topscorer Jakub Sramek die Fahrt nach Niederbayern erst gar nicht mit an. Und im Laufe der Partie musste ESC-Coach Reichert noch auf drei weitere Abwehrspieler verzichten: Alexander Stahl, Marco Hildenbrand sowie Daniel Hora mussten nach teils unglücklichen Zweikämpfen mit Knie- oder Schulterproblemen vorzeitig vom Eis.

Dabei verlief der Start in die letzte Auswärtspartie noch verheißungsvoll: Nach exakt 94 Sekunden traf Michal Babkovic zur schnellen 0:1-Führung für die Gäste, die aber nur bis zur 5. Spielminute Bestand hatte. Nach dem Ausgleich durch Jaroslav Koma zogen die Vilshofener Wölfe bis zum Drittelende auf 5:1 davon.

ESC startet Aufholjagd

Immerhin stimmte die Moral, denn im zweiten Abschnitt starteten die Hawks die Aufholjagd. Marco Hildenbrand, Michal Babkovic und Jan Trübenekr (26./29./35.) saugten die Gäste wieder bis auf 5:4 heran. Und auch nach der erneuten Zwei-Tore-Führung der Vilshofener, die tags zuvor noch bei Ligaschlusslicht VER Selb 1b verloren, gaben sich die zu diesem Zeitpunkt arg dezimierten Haßfurter noch nicht geschlagen.

Letztlich war der 6:5-Anschlusstreffer dank des dritten Treffers von Michal Babkovic (51.) aber der letzte an diesem Abend. Gegen einen zunehmend erschöpften Gegner machte Maximilian Artmann mit dem 7:5 den Sack endgültig zu. "Das muss man dann eben auch so hinnehmen", zeigte sich Reichert nach der Schlusssirene nicht nur aufgrund der Niederlage gefasst. Auch ihm war bewusst, dass die durch den gleichzeitigen Sieg des EC Pfaffenhofen in Moosburg auf Platz 3 abgerutschten Hawks keine Derbys gegen Pegnitz und vor allem gegen Schweinfurt bestreiten werden.

"Das wird brutal schwer"

"Wie ich schon gesagt habe: Aus Sicht der Fans und auch finanziell ist das sehr, sehr schade. Dennoch freue ich mich auf eine sportlich schwere Herausforderung in den nächsten Wochen. Ich glaube fest daran, dass uns unsere Fans auch ohne Derbys zahlreich unterstützen, damit wir am Ende auf einem der drei Aufstiegsplätze liegen", macht der 54-Jährige deutlich.

"Letztlich müssen wir Jeden schlagen, der da kommt. Aber das wird brutal schwer", fügt Reichert hinzu. Natürlich hoffe er, dass bis dato angeschlagene und kranke Spieler wieder zurückkehren. Wie schlimm die Verletzungen gerade der drei Verteidiger Daniel Hora, Marco Hildenbrand und Alexander Stahl sind, könne er aber noch nicht sagen.

Bereits am Freitag startet die Verzahnungsrunde mit einem Heimspiel gegen die Mammuts aus Schongau, ehe zwei Tage später die lange Auswärtsfahrt zu den Sharks des ESC Kempten ansteht. Weitere Gegner sind der ESC Geretsried, der ESC Dorfen, der ESV Buchloe, der ESC Vilshofen sowie der ERSC Amberg.

ESC Haßfurt: Martin Hildenbrand, Jung - Hora, Stahl, Max Hildenbrand, Marco Hildenbrand, Marx, Rambacher - Kurz, Trübenekr, Babkovic, Hümmer, Dietrich, Stach, Kratschmer, Breyer, Vollert / SR: Kapzan - Schießl, Verhoeven / Zuschauer: 84 / Tore für Haßfurt: 0:1 (2.) Babkovic (Hora), 5:2 (26.) Marco Hildenbrand (Trübenekr, Marx), 5:3 (29.) Babkovic (Marco Hildenbrand, Trübenekr), 5:4 (35.) Trübenekr (Marco Hildenbrand, Babkovic) 4-5, 6:5 (51.) Babkovic (Max Hildenbrand) 4-5 / Strafminuten: Vilshofen 14 / Haßfurt 8