"Sie haben hier Großes geleistet", das bescheinigte Harald Back vom Amt für ländliche Entwicklung der Bevölkerung von Spielhof und der Gemeinde Rauhenebrach, die am Wochenende mit ihrer Kirchweih auch die Einweihung ihres Gemeinschaftshauses feiern konnten. Neben der Kirche habe Spielhof nun "ein zweites Haus, das zur Gemeinschaft einlädt", freute sich auch Pfarrer Kurt Wolf mit den Bewohnern des kleinsten Rauhenebracher Gemeindeteils.

Mit dem Kirchweihgottesdienst begann das Festwochenende, und viele ehemalige Spielhöfer und Gäste aus der Nachbarschaft waren gekommen, um mitzufeiern. "Brauchen die 55 Spielhöfer wirklich ein Gemeinschaftshaus?", diese Frage sei ihm oft gestellt worden, erklärte Bürgermeister Matthias Bäuerlein. "Ich sage Ja und das mit einem dicken Ausrufezeichen", lautete seine Antwort. Gerade Spielhof brauche ein solches Haus. Andere Gemeindeteile hätten Gasthäuser, Vereine mit entsprechenden Räumlichkeiten, und die Spielhöfer hätten die gleiche Berechtigung auf einen Raum, sich zu treffen.

Allerdings wäre dieser langgehegte Wunsch nur schwer finanzierbar gewesen ohne die Dorferneuerung. Die stellte 90 000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Lange wurde geplant, entworfen, verworfen und geändert, erinnerte sich Reinhold Friedrich, der Vertrauensmann im Gemeinderat ist. Seit es dem damaligen Bürgermeister Oskar Ebert gelang, mit sechs Gemeindeteilen in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen zu werden, habe man sich mit diesem Projekt beschäftigt.

Das Ergebnis war ein kleines, aber feines Gemeinschaftshaus, das rund 35 Sitzplätze in einem freundlichen Raum bietet, gleich nebenan eine kleine Küche, Toiletten und einen Mehrzweckraum, der dazu dienen kann, den Gastraum zu vergrößern, aber auch als Außenausschank wie bei der Einweihung.
Zweieinhalb Jahre lang haben viele Spielhöfer einen guten Teil ihrer Freizeit in die Eigenleistung am Gemeinschaftshaus gesteckt. Dafür dankten der Bürgermeister ebenso wie Reinhold Friedrich. Einen wollte er besonders hervorheben: den früheren Spielhöfer Edgar Aumüller, der die Rohbauarbeiten geleitet hat. Das Gemeinschaftshaus sei eine "Perle für unser Dorf", erklärte Friedrich.


"Angenehme Unaufgeregtheit"

Die Zusammenarbeit zwischen Dorfgemeinschaft, Gemeinde und Amt für ländliche Einwicklung bezeichnete Bürgermeister Matthias Bäuerlein als hervorragend "und von einer angenehmen Unaufgeregtheit".
Der aktuelle Gemeinderat habe die Entscheidung ebenso mitgetragen wie der frühere, der das Projekt auf den Weg brachte. Dank der guten Zusammenarbeit sei auch mit den Kosten von 130 000 Euro "eine Punktlandung gelungen", erklärte Bäuerlein.