Der Radfahr- und Motorsportclub "Viktoria 1912" Dampfach, der heuer auf sein 105-jähriges Bestehen zurückblickt, begann sein Kellerfest mit einer Radlermesse. Pfarrer Christian Lutz zelebrierte im Festzelt den Gottesdienst und segnete anschließend die Fahrräder und Motorräder sowie ihre Fahrer.

In seiner Predigt verlas der Pfarrer zunächst einen Brief von Pfarrer i. R. Anton Hauck, der aus Dampfach stammt und vor kurzem sein diamantenes Priesterjubiläum in seinem Heimatort feierte. Darin dankte er allen Menschen in Dampfach, die durch ihre Anwesenheit in der Feier einen "herzlichen Zusammenhalt" gezeigt hatten.

"Dass Pfarrer Hauck sich hier heimatlich fühlen konnte, ist sehr schön", kommentierte Christian Lutz. "Das liegt an jedem Einzelnen und jeder muss sich immer wieder fragen, was kann ich persönlich tun?" Es gehe immer darum, ob die Gemeinde ein Ort sei, in dem man Freude, Zuneigung, Freundschaft und Liebe erfahren könne. Jeder sollte sich fragen, wie viel Engagement er in die Partnerschaft, an die Gesellschaft oder in die Kirche einbringen könne.

"Jesus sagt, wenn wir uns über Gott Gedanken machen, dann sollen wir schauen, wo sich Menschen engagieren, und von ihnen abkupfern", so der Pfarrer. "Es gilt, die Augen offen zu halten und selbst tätig zu werden. Ein Mehr an Liebe kann nie schaden!"


Fürbitten mit Symbolen

Um die Fürbitten zu versinnbildlichen, hatten Mitglieder des Vereins einen Fahrradhelm, eine Luftpumpe, Stützräder, eine Fahrradklingel und ein Schild mit der Aufschrift "Rastplatz" mitgebracht. Im "Vaterunser der Straße" baten die Gottesdienstbesucher anschließend um Ruhe und Gelassenheit, Rücksicht und Freundlichkeit bei Ärger im Straßenverkehr sowie um Fairness, Aufmerksamkeit, Güte und Hilfsbereitschaft im Umgang miteinander.
Mit den Worten: "Führe uns nicht in Versuchung zu rasen, wenn es eilt oder weil wir angeben wollen, zu überholen, weil wir keine Geduld aufbringen, die Vorfahrt zu erzwingen oder uns mit Alkohol ans Steuer zu setzen, sondern erlöse uns von dem Bösen, vom Rausch der Geschwindigkeit, der Rücksichtslosigkeit und Sturheit, damit wir Deine Schöpfung nicht aufs Spiel setzen" endete das Gebet.

Nach dem Gottesdienst, den der Organist Alexander Vöge aus Hundelshausen am Keyboard begleitet hatte, segnete der Pfarrer alle Fahrräder und Motorräder und wünschte den Fahrern, dass Jesus stets mit ihnen sei. Der Vorsitzende des Radfahr- und Motorsportclubs, Klaus Pfeifer, dankte dem Pfarrer für die Feier des Gottesdienstes, dem Organisten, allen Helfern bei der Messfeier und beim dreitägigen Fest sowie allen Gästen für ihren zahlreichen Besuch.

Die Jugend rief er hingegen dazu auf, sich stärker zu engagieren. Im Namen des Vereins ehrte er Eugen Schmich, der sich im Krankenstand befindet, und Wendelin Löwenstein für ihre 60-jährige Zugehörigkeit zum Verein.
Am heutigen Montag klingt das Kellerfest ab 17.30 Uhr aus.